Geschichte
Erstes Engagement von Saint-Gobain im Ausland war der Bau einer Glashütte in Mannheim, Deutschland, 1853. Hier wie auch in den anderen Ländern der Welt behauptete Saint-Gobain sich damals zunächst als großer Glasproduzent.
Die Herstellung von Dämmstoffen und Glasfaserverstärkung erfolgte ab 1930.
Die übrigen Aktivitäten der Gruppe in der Region wurden seit 1971 durch den Zukauf führender Unternehmen und durch große Investitionen ausgebaut.
Seit Juli 2012 umfasst die Generaldelegation Mitteleuropa fünf Länder:
Deutschland, Österreich, Belgien, Niederlande und Luxemburg.
Die wichtigsten geschichtlichen Daten
1853 – Saint-Gobain ist durch den gemeinsamen Betrieb einer Spiegelglasfabrik in Mannheim erstmals in Deutschland vertreten.
1857 – Die Gruppe erwirbt die Aachener Spiegelmanufaktur AG mit Sitz in Stolberg.
1858 – Fusion Saint-Quirin und Saint-Gobain zur "Société Anonyme des Manufactures des Glaces et Produits Chimiques de Saint-Gobain, Chauny & Cirey"
1897 – Erste Niederlassung (Glashütte) in Bilina, Tschechien.
1887 – Erste Glashütte in Auvelais, Belgien.
1904 – Kauf einer Glasverarbeitungsfirma in den Niederlanden.
1905 – Kauf Glashütte in Herzogenrath bei Aachen. zurück
1920 – Saint-Gobain eröffnet ein Zentralbüro in Deutschland mit Sitz in Aachen, das die deutschen Niederlassungen sowie die Saint-Gobain-Beteiligungen an Glashütten in Tschechien, Rumänien, Polen und Ungarn koordinierte.
1927 – Saint-Gobain präsentiert das Sicherheitsglas SECURIT.
1930 – Einstieg in die Verstärkungsfaser. Die Abteilung F-Glas entsteht in Deutschland.
Ebenso 50%ige Beteiligung an der Glaswatte GmbH Bergisch Gladbach.
1937 – Vertriebsbüro "Isover-bel" für Dämmstoffe in Belgien.
1960 – TEL-Verfahren in Bergisch Gladbach eingeführt.
1961 – Erste Produktion für Isover Dämmstoffe in Etten-Leur, Niederlande.
1966 – Erste deutsche Floatanlage in Porz.
1970-1980 – Ausbau der Unternehmensgruppe in Deutschland durch Firmenzugänge in den Aktivitäten Rohrleitungsguss (Halbergerhütte), Dämmstoffe (Grünzweig + Hartmann) und Verpackung (Glashüttenwerke Kipfenberg).
1990 – Saint-Gobain erschließt weitere Märkte: Schleifmittel und Keramiken & Kunststoffe (durch den Erwerb der weltweit tätigen Norton-Gruppe).
1991 – Mehrheitsbeteiligung bei Saint-Gobain Oberland, Verpackungsglas. zurück
1992 – Erwerb der Flachglas Torgau einschließlich der Glasfilialen.
1996 – Generaldelegation für Deutschland und Mitteleuropa.
Kauf von "Poliet" in Frankreich und somit Einstieg in die Branche Werkmörtel durch Terranova.
1999 – Kauf des AnnaWerks, Herstellung von feuerfesten Materialien.
2000 – Erwerb des führenden Baustoffhändlers Raab Karcher in Deutschland mit Niederlassungen in den Niederlanden, Tschechien und Ungarn. Einstieg in den Baufachhandel.
2001 – Kauf von Keramundo, dem führenden Fliesenhändler in Deutschland
2005 – Erwerb des österreichischen Herstellers von Glasfasertapeten Hornstein Glastextil.
Kauf der British Plaster Board (BPB), die durch Rigips bzw. Gyproc und BPB Formula in der Region vertreten sind. Die Aktivität Gips entsteht neu unter der Hauptsparte Bauprodukte.
2006 – Start der Dieselpartikelfilterproduktion bei SGIK Rödental.
Kauf des Baufachhändlers "Galvano" und Van Keulen, Niederlande.
2006 – Gründung der AVANCIS GmbH. Ein Joint-Venture zwischen der Hauptsparte Flachglas (Saint-Gobain Vitrage) und Shell (Shell Erneuerbare Energien GmbH), die die Produktion von Solarpanelen der neuen Generation 2008 in Torgau beginnen werden.
2008 – Erwerb von MAXIT abgeschlossen. Saint-Gobain verdoppelt den Umfang seiner Werkmörtelaktivitäten. Maxit gehört zu den großen Werkmörtelherstellern. Das Unternehmen steigerte 2007 seinen Umsatz um 8,2 % auf 1.338 Millionen Euro und beschäftigt 5.130 Mitarbeiter.
2009 – Übernahme der Shell-Beteiligung an Avancis. 100% Beteiligung an der Produktion und Verkauf von Photovoltaikmodulen in Torgau.



