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Saint-Gobain Solar
Der Sonne entgegen
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Im Jülicher Solarturmkraftwerk sorgen 2.153 Solarspiegel von SAINT-GOBAIN SOLAR GLASS für CO2-neutrale Stromproduktion.
2009 wurde das erste solarthermische Versuchskraftwerk den Stadtwerken Jülich in Betrieb genommen. Herzstück der Anlage sind 2.153 bewegliche Spezialspiegel, so genannte Heliostate, die das Sonnenlicht an einen Receiver in 60 Metern Höhe reflektieren. Die weltweit einzigartige Technologie soll auch bald bei einem Kraftwerksprojekt in Algerien eingesetzt werden.
Die 2.153 Heliostate stehen auf einer Grundfläche von ca. acht Hektar und bilden insgesamt eine Gesamtfläche von knapp 18.000 Quadratmetern. Jeder einzelne der 3,2 m x 2,5 m großen Spiegel folgt dem Lauf der Sonne und konzentriert die Solarstrahlung auf einen rund 22 Quadratmeter großen Receiver, der an der Spitze eines 60 Meter hohen Turms installiert ist. Der Receiver besteht aus porösen keramischen Absorbern (produziert von der Saint-Gobain IndustrieKeramik Rödenthal GmbH), die von angesaugter Umgebungsluft durchströmt werden. Die Luft heizt sich dabei auf etwa 700 Grad Celsius auf und gibt die Wärme anschließend in einem Abhitzekessel an den Wasser-Dampf-Kreislauf ab. Der dort erzeugte Dampf treibt eine Turbine an, die über einen Generator Strom produziert. Das Kraftwerk wird im Nennbetrieb 1,5 Megawatt liefern. In die Anlage integriert ist ein Wärmespeicher, der sich über zwei Stockwerke des Turmes ausdehnt. In diesem Wärmespeicher befinden sich keramische Füllkörper, die von Heißluft durchströmt und dadurch erhitzt werden können. Beim Entladen verläuft der Prozess umgekehrt, der Wärmespeicher gibt seine Energie wieder ab, so dass auch während Wolkendurchzügen Strom produziert werden kann.
Die Spezialspiegel von SAINT-GOBAIN SOLAR GLASS unterscheiden sich in der Herstellung von normalen, für den alltäglichen Gebrauch produzierten Spiegeln. Zur Produktion von Solarspiegeln für Solarkraftwerke wird dünnes, sehr eisenarmes und daher „weißeres“ Glas benutzt, das die energiereiche Strahlung der Sonne besser passieren lässt und weniger absorbiert. Um optimale Leistung erzielen zu können, wurden die Spiegel auf Rotoren angebracht, die computergesteuert automatisch den energieintensivsten Einfall des Sonnenlichts reflektieren.
Zukünftiger Einsatz im „Sonnengürtel“ der Erde
Das solarthermische Kraftwerk in Jülich dient damit als Referenz für zukünftige kommerzielle Kraftwerke im „Sonnengürtel“, d.h. in Südeuropa und Nordafrika, die auch beim Wüstenstromprojekt DESERTEC eine tragende Rolle spielen. Die Technologie und das Know-how, das die Forscher in Jülich gewinnen, kommt in den sonnenreichen Regionen der Erde, in denen die solarthermischen Kraftwerke ihr größtes Potenzial haben, zum Einsatz. Im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten unterzeichnete der Generaldirektor für wissenschaftliche Forschung und technologische Entwicklung des Ministeriums für höhere Bildung und wissenschaftliche Forschung der demokratischen Volksrepublik Algerien, Prof. Dr. Hafid Aourag, den Auftrag für eine Machbarkeitsstudie eines Solarthermischen Kraftwerks in Algerien, für das das Jülicher Projekt Vorreiter ist.
Begleitet wird das Projekt in Jülich von einem mehrjährigen Forschungsprogramm, in dem neben der wissenschaftlichen Unterstützung des Kraftwerkbetriebs vor allem auch Methoden zur Betriebsoptimierung, Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Technologie erarbeitet werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der Anlagen weiter zu verbessern. So wird beispielsweise ein volldynamisches Computermodell der Anlage entwickelt, das später eine modellgestützte Echtzeit-Betriebsoptimierung ermöglichen soll. Generalunternehmer ist die Kraftanlagen München GmbH, Betreiber und Eigentümer des Kraftwerkes sind die Stadtwerke Jülich. Forschungspartner sind das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und das Solar-Institut Jülich der Fachhochschule Aachen. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, dem bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie und dem nordrhein-westfälischen Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie gefördert.
SAINT-GOBAIN SOLAR GLASS
SAINT-GOBAIN SOLAR GLASS wurde am 1. Januar 2009 gegründet und gliedert sich in die drei Säulen SAINT GOBAIN SOLAR GLASS – Basisprodukte (Spezialglas und Komponente für Photovoltaikmodule und Solarkollektoren), AVANCIS – Dünnschicht-Photovoltaikmodule und SAINT-GOBAIN SOLAR SYSTEMS – Handel und Montage von Photovoltaikmodulen. SAINT-GOBAIN, weltweit führender Anbieter im Wohnbau, entwickelt, produziert und vertreibt Baustoffe. Das Unternehmen stellt innovative Lösungen für die Märkte der wachstumsstarken Schwellenländer, der Energieeffizienz und der Umwelt bereit.
Ansprechpartnerin für die Presse: Gertrud Dederichs-Wimmer
SAINT-GOBAIN SOLAR GLASS
Viktoriaallee 3-5 • D-52066 Aachen
Tel. +49 (0)2 41 / 5 16-22 40 • Fax +49 (0)2 41 / 5 16-24 79
gertrud.dederichs-wimmer@saint-gobain.com • www. saint-gobain-glass.com
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