Aller Anfang war …

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Von Lisa Göbbels, Global Player Saint-Gobain.

Aachen – Stadt des Kaisers Karl, Stadt der „Maschis“ und die Stadt, in der auch ich mein Studentenleben verbracht habe, das sich im Frühjahr dieses Jahres dem Ende neigte. Schon in den Endwirren dieses Lebensabschnitts graute es mir vor der bald anstehenden Bewerbungsphase. Stundenlange Bewerbungstests, tagelange nervenaufreibende Assessmentcenter, kritische Personaler und Stressinterviews, so etwas kommt einem bei diesem Thema als erstes in den Sinn.

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Also vorher für drei Wochen in den Urlaub und auf andere Gedanken kommen, das war mein Plan. Und doch, mit schlechtem Gewissen habe ich mich vorher schon mal auf einschlägigen Jobportalen umgeschaut und bin dort auf die Ausschreibung für den International Management Trainee von Saint-Gobain gestoßen. Der Standort der Generaldelegation Mitteleuropa: Aachen.

Urlaub oder Bewerbungsmarathon? Einfach mal beides!

Hört sich spannend und abwechslungsreich an, dachte ich. Aber da fiel mir auch, dass die Anzeige schon seit eineinhalb Monaten online war und der offizielle Programmbeginn für den nächsten Monat angesetzt war. Allein drei Wochen davon wollte ich doch unterwegs sein. Das kannst du abhaken, dachte ich. Oder vielleicht doch lieber mal nachfragen, ob sich eine Bewerbung vielleicht noch lohnt? Das war an einem Samstag.

Klar, am Montag habe ich mich in der Personalabteilung sicherheitshalber erkundigt und habe erfahren, dass sich eine Bewerbung noch lohnt. Die Bewerbung war also zwei Tage später raus, an einem Dienstagmorgen. Nur zwei Tage später, am Donnerstag, hatte ich dann mein erstes Interview per Telefon. Einen Tag darauf, am Freitag, bekam ich die Rückmeldung, dass ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen werde und da musste ich zerknirscht anmerken, dass ich jetzt erstmal im Urlaub sei und den Anfangstermin wohl kaum einhalten könne.

Die Reaktion war erfrischend offen und flexibel: Wir machen einfach nach dem Urlaub da weiter, wo wir jetzt aufgehört haben.

Am Dienstag flog ich also endlich in den langersehnten Urlaub mit Sonne, Wäldern, Stränden, Teeplantagen, Essensmärkten. Und danach ging es tatsächlich genau da weiter, wo wir aufgehört hatten.

Statt Stress im Bewerbungsgespräch eine einfache Frage: „Passt das?“ – Ja!

Was mir wirklich besonders gut an dem Bewerbungsprozess gefallen hat, ist, dass kein künstlicher Druck erzeugt wurde (den Teil habe ich eh selbst übernommen, ich war vor den Gesprächen natürlich total aufgeregt). Im Bewerbungsgespräch saßen meine Gesprächspartner nicht als Gegner vor mir. Hier wurden keine Einstellungsfragelisten durchgearbeitet. Meine Persönlichkeit lag im Fokus und vor allem die Frage: „Passt das?“

Auch der Bewerbungstest bestand wiederum zur Hälfte aus Fragen zur Persönlichkeit. Zu den Ergebnissen bekommt man übrigens in jedem Fall ein persönliches Feedback. Assessmentcenter und ähnliche Geschichten, deren Sinnhaftigkeit und Validität ohnehin von mancher Stelle kritisch gesehen werden, spart man sich. Aber nach dem ersten persönlichen Bewerbungsgespräch endete das Einstellungsprozedere noch nicht. Es folgte noch ein – ja, richtig – ein weiteres Gespräch. Diesmal war mein Gesprächspartner mein künftiger Mentor, der das letzte Wort in Bezug auf die Einstellung hatte. Auch hier zog sich mein bisheriger Eindruck wie ein roter Faden durch. Wieder ging es eher um die Persönlichkeit und schon um ein erstes Kennenlernen.

Das Resultat dieses individuellen, flexiblen und sehr persönlichen Bewerbungsprozesses war ein gutes Gefühl! So fasste ich schon im Bewerbungsprozess Vertrauen zu meinen späteren Ansprechpartnern und Vorgesetzen. Und so beantwortete sich nicht nur für Saint-Gobain, sondern auch für mich schließlich die Frage: „Passt das?“ mit einem ehrlichen „Ja!“.

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