Drei Fragen zum Thema Vielfalt an... Achim Beckmann

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Wir freuen uns, dass Diversity fest in unserem Unternehmensalltag verankert ist, denn der Respekt vor der Vielfalt von Lebensweisen, Nationalitäten und Kulturen ist ein weltweit gelebtes Prinzip von Saint-Gobain. 
Zum diesjährigen Diversity-Day starten wir die Interviewserie „Drei Fragen zum Thema Vielfalt an…“ und veröffentlichen wöchentlich neue Statements verschiedener Saint-Gobain-Persönlichkeiten!

Allgemein

Steckbrief

Name: Achim Beckmann

Funktion/ Tätigkeit: Betriebsratsvorsitzender bei der Rigips GmbH in Bodenwerder / Industriemechaniker

Bei Saint-Gobain seit: 1985 (damals aber noch unter Rigips-Flagge und noch nicht unter Saint-Gobain-Flagge)

Fachlicher Hintergrund und berufliche Stationen: 

  • 1985 Ausbildung zum Industriemechaniker Betriebstechnik bei Rigips GmbH in Bodenwerder im schönen Weserbergland
  • Seit 1989 Mitglied im Betriebsrat und seit 2002 Betriebsratsvorsitzender
  • Sprecher im Arbeitskreis der Saint-Gobain Betriebsräte Deutschland und Mitglied im „Engeren Ausschuss“ für den „Dialog Sozial“ in Paris

 

Alter: 50

Geschlecht: Männlich

Nationalität: Deutsch

Sonstige Informationen über meine Person, die ich gerne teilen möchte: 

  • Verheiratet 
  • Drei Kinder (Stiefsohn 20 J., Tochter 7 J., Sohn 4 J.)
  • Familie, Haus, Garten und Hund

 

Interview

Gibt es Dimensionen von Vielfalt, die Sie besonders wichtig finden? 

Achim Beckmann: "Vielfalt ist wichtig, denn Vielfalt bedeutet Innovation. Da will ich gar nicht unbedingt eine bestimmte Facette hervorheben. Die Nationalität oder das Geschlecht sind nur eine von zahlreichen Facetten, denn die steigende Vielfalt bewirkt ein verändertes Verhalten, welches in Arbeitsweisen, Einstellungen aber auch in Ansprüchen an den Arbeitgeber deutlich wird. In dem Zusammenhang ist es schön zu sehen, dass sich die Saint-Gobain-Gruppe aktiv mit dem Thema Vielfalt befasst, sich weiterentwickelt und „Saint-Gobain Care“ ins Leben gerufen hat: Weltweit werden damit z.B. für Geburt oder Adoption von Kindern drei Tage Extraurlaub gewährt – dies ist ein wichtiges Signal für die Väter."

Warum ist Ihnen persönlich das Thema Vielfalt wichtig? 

Achim Beckmann: "Aus Sicht des Managements liegen die Ziele des Vielfalts-Konzepts im Berücksichtigen der Unterschiede der Beschäftigten und somit unterschiedlichster Perspektiven und Kompetenzen. Dies führt zu gesteigerter Produktivität und Kreativität, einer besseren Kundenorientierung und einer insgesamt positiven Außendarstellung. Aus Sicht der Beschäftigten können sich für verschiedenste Beschäftigtengruppen durch das Konzept Chancen dafür eröffnen, individuell gefördert und wertgeschätzt zu werden. Die Sicht der Beschäftigten wird zudem insbesondere durch die betriebliche Mitbestimmung vertreten: Deren zentrale Aufgabe lag schon immer darin, unterschiedliche Interessen der Beschäftigten zu wahren und für sie einzutreten (§ 80 BetrVG). Als langjähriger Betriebsrat liegt hierin für mich persönlich eine besondere Motivation."

Theoretisch wissen wir vermutlich alle, dass Vielfalt erstrebenswert ist. Was macht es in der Praxis so schwer, Vielfalt auch konsequent umzusetzen? Wo sind aus Ihrer Sicht die Herausforderungen?

Achim Beckmann: "Am 24.12. ist Heiligabend und am 31.12. neigt sich das Jahr dem Ende entgegen. Das ist immer so und das wissen wir, sind aber dennoch immer wieder überrascht, wenn es „plötzlich“ soweit ist. Genauso ist es mit dem Eintritt in den „wohl verdienten Ruhestand“ langjähriger Kolleginnen und Kollegen. Der Zeitpunkt ist eigentlich sehr absehbar, doch bewusst wird allen das oft erst unmittelbar davor. Durch diese mangelnde Weitsicht kommen die Weitergabe der Lebens- und Berufserfahrung und des Wissens um Produkte und Prozesse an einen Nachfolger oft zu kurz. Das ist schade, denn so geht viel verloren, was wir uns dann erst wieder mühsam erarbeiten müssen. Besser wäre, sich Zeit zu nehmen für ein ständiges miteinander und voneinander Lernen und ein frühzeitiges und gezieltes Wissensmanagement."