Drei Fragen zum Thema Vielfalt an... Janaki Weiden

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Wir freuen uns, dass Diversity fest in unserem Unternehmensalltag verankert ist, denn der Respekt vor der Vielfalt von Lebensweisen, Nationalitäten und Kulturen ist ein weltweit gelebtes Prinzip von Saint-Gobain. 
Zum diesjährigen Diversity-Day starten wir die Interviewserie „Drei Fragen zum Thema Vielfalt an…“ und veröffentlichen wöchentlich neue Statements verschiedener Saint-Gobain-Persönlichkeiten!

Allgemein

Steckbrief

Name: Janaki „Janny“ Weiden

Funktion/ Tätigkeit: General Manager HKO Group, Saint-Gobain Adfors

Fachlicher Hintergrund und berufliche Stationen: „Von Hause“ aus Maschinenbau-Ingenieur und seit April 2004 bei Saint-Gobain, diverse lokale und globale Rollen im Bereich Anwendungstechnik, Vertrieb, Marketing und Operations. Seit 1. November 2019 General Manager der HKO Group.

Alter: 44

Geschlecht: Männlich

Nationalität: Deutsch

 

Interview

Was macht Vielfalt für Sie aus? 

Janaki Weiden: "Vielfalt im geschäftlichen Kontext bedeutet für mich oftmals, dass man gemeinsam mehr von dem sieht was „real“ ist und nicht nur mit den gleichen Scheuklappen in eine Richtung blickt. Mehr und mehr ist für mich Vielfalt eine Grundvoraussetzung für Themenfelder wie Innovation, Kundenfokus, Handeln in der Krise und langfristiges, nachhaltiges und gemeinsames Gestalten.
Gelingt es gemeinsam mehr zu sehen und zu verstehen, ergeben sich automatisch mehr Möglichkeiten zum Handeln, als „das haben wir schon immer so gemacht“. Auch gibt gelebte und erlebte Vielfalt mir immer die Möglichkeit jeden Tag etwas mehr über meinen eigenen Tellerrand zu schauen und mehr von dem zu verstehen, was „ist“ und was „sein kann“ und wieder etwas Neues zu erlernen und verhindert somit, dass ich Mauern um mich herum baue und Veränderungen um mich herum zu spät oder gar nicht wahrnehme."

Gibt es Dimensionen von Vielfalt, die Sie besonders wichtig finden?

Janaki Weiden: "Für mich gibt es keine besondere Dimension die ich hervorheben möchte. Dennoch sind mir drei Aspekte immer wichtig und präsent:
1)    Nutze ich die mir im Moment gegebene Vielfalt größtmöglich aus? 
2)    Wie schaffe ich den richtige „Raum“, damit diese zum Vorschein kommt?
3)    Habe ich eine gute Balance aus „Herz, Hand und Verstand“, wenn es um den Perspektivwechsel und gemeinsames Entscheiden und Gestalten geht? 
Was sagt uns all unsere Erfahrung und Expertise (Verstand)? Welche Intuition und welches Bauchgefühl gibt es grade (Herz)? Was und wie müssen wir entscheiden, damit mir schnellstmöglich in die Umsetzung gehen können (Hand)?"

Was tun Sie persönlich, um Vielfalt (in Ihrem Verantwortungsbereich) zu fördern?

Janaki Weiden: "Selbst in noch so scheinbar „homogenen“ Teams und Umfeldern, kann man anfangen Vielfalt zu entdecken und zu fördern. Man muss nicht erst warten, bis dass die gewünschte Heterogenität aus „alt und jung“, „Frau und Mann“, etc. erreicht ist. Mut haben und einfach „mal machen“... Ein guter Anfang ist oftmals gemacht, wenn man alltägliche Besprechungen anders gestaltet und sich mehr „Blickwinkel“ und „Spannbreite“ einholt:
…nicht nur Entscheider einladen und zu Wort kommen lassen, sondern auch die Kolleginnen und Kollegen, die andere Expertise, Sichtweisen oder auch unmittelbares Kundenfeedback einbringen können und damit den üblichen, bekannten „Ablauf“ bereichern und erweitern.
…nicht nur „dem Chef vortragen“ was grade aus eigener Sicht gemacht werden muss, sondern einen Dialog und Diskurs in der Gruppe fördern, der zum Perspektivwechsel anregt und aus „Eins + Eins“ wirklich „Drei“ macht und „den kleinsten gemeinsamen Nenner“ und mittelmäßigen Kompromiss NICHT zulässt.
Hierbei ist es wichtig die richtigen Voraussetzungen zu schaffen und sich grade zu Anfang Hilfe für die Moderation und für Tools einholen. Und auch hier kann man sofort anfangen, wenn man sich unsere Verhaltens- und Handlungsprinzipien und die frischen „Attitudes“ immer wieder vor Augen führt und „zum Leben“ erweckt. 
Gemeinsam im Team stellen wir uns aber immer mehr folgende beide Fragen, um auch langfristig Vielfalt zu fördern und zu erhalten:
1)    Wie stellen wir sicher, dass wir das bereits vorhandene Potential vollständig entdecken und entwickeln? Sehen wir die Mitarbeiter nur in Ihren Rollen, für die wir sie eingestellt haben, oder nehmen wir uns wirklich Zeit und entdecken welch andere Talente in ihnen schlummern? 
2)    Wichtig ist aber neben dem „hier und jetzt“ auch in die Zukunft zu schauen. In welchen Bereichen des Unternehmens brauchen wir mittel- und langfristig welche Expertise und Potentiale, um mehr von der „Realität“ zu verstehen, mehr Handlungsoptionen zu haben (was in einer Welt „voller VUCA“ immer wichtiger wird) und auch mit allen Beteiligten zu gestalten?"