Drei Fragen zum Thema Vielfalt an... Marlies Plum

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Wir freuen uns, dass Diversity fest in unserem Unternehmensalltag verankert ist, denn der Respekt vor der Vielfalt von Lebensweisen, Nationalitäten und Kulturen ist ein weltweit gelebtes Prinzip von Saint-Gobain. 
Zum diesjährigen Diversity-Day starten wir die Interviewserie „Drei Fragen zum Thema Vielfalt an…“ und veröffentlichen wöchentlich neue Statements verschiedener Saint-Gobain-Persönlichkeiten!

Allgemein

Steckbrief

Name: Marlies Plum

Funktion/ Tätigkeit: Freigestellte Betriebsratsvorsitzende

Bei Saint-Gobain seit: 1996

Fachlicher Hintergrund und berufliche Stationen: Vorher Sachbearbeiterin Vertrieb, Schwerpunk Marine

Alter: 61

Geschlecht: Weiblich

Nationalität: Deutsch

 

Interview

Warum ist Ihnen persönlich das Thema Vielfalt wichtig? 

Marlies Plum: "Mir ist wichtig, dass alle Menschen die gleichen Chancen erhalten und Ausgrenzung verhindert wird. Insbesondere die Förderung von Menschen mit Behinderung oder Menschen, die ein niedriges Bildungsniveau haben, liegt mir persönlich am Herzen. Seit vielen Jahren bin ich als Arbeitnehmervertreterin aktiv und versuche, mich für die entsprechenden Zielgruppen einzusetzen. 
Aktuell finde ich es vor allem mit Blick auf Industrie 4.0 und die damit einhergehenden neuen Anforderungen unerlässlich, niemanden abzuhängen sondern alle Mitarbeiter*innen einzubeziehen und auch die Menschlichkeit nicht aus den Augen zu verlieren. Ich sehe uns da in der sozialen Verantwortung, damit jeder weiterhin seinen Platz in unserer Gesellschaft hat."

Was tun Sie persönlich, um Vielfalt (in Ihrem Verantwortungsbereich) zu fördern? 

Marlies Plum: "Ich finde Diskriminierung unerträglich und habe als Betriebsrätin einige Möglichkeiten, etwas dagegen zu unternehmen. Zum Beispiel haben wir schon das ein oder andere Mal das Gespräch gesucht, wenn jemand sich unangemessen gegenüber Kolleg*innen verhalten hat und konnten eine Aussprache und Entschuldigung herbeiführen. Unsere Erfahrung ist und das ist wirklich positiv, dass die Leute für diese Kritik durchaus offen waren und ihr Verhalten nachhaltig geändert haben."

Theoretisch wissen wir vermutlich alle, dass Vielfalt erstrebenswert ist. Was macht es in der Praxis so schwer, Vielfalt auch konsequent umzusetzen? Wo sind aus Ihrer Sicht die Herausforderungen?

Marlies Plum: "Vielen Menschen fällt es schwer mit Andersartigkeit umzugehen – das liegt einfach in der Natur des Menschen. Die große Herausforderung ist also, das Individuum als Individuum zu sehen – egal ob es mir ähnlich ist oder ganz anders ist als ich und es mit seiner Lebenserfahrung in seiner Gesamtheit zu schätzen. Lebenserfahrungen können ja beruflich auch sehr relevant sein und das Team weiterbringen. Eigentlich ist es doch schade, sowas dann nicht zu nutzen."