Drei Fragen zum Thema Vielfalt an... Martin Schiereck

Saint-GobainSaint Gobain Logo

Wir freuen uns, dass Diversity fest in unserem Unternehmensalltag verankert ist, denn der Respekt vor der Vielfalt von Lebensweisen, Nationalitäten und Kulturen ist ein weltweit gelebtes Prinzip von Saint-Gobain. 
Zum diesjährigen Diversity-Day starten wir die Interviewserie „Drei Fragen zum Thema Vielfalt an…“ und veröffentlichen wöchentlich neue Statements verschiedener Saint-Gobain-Persönlichkeiten!

Allgemein

Steckbrief

Name: Martin Schiereck

Funktion/ Tätigkeit: Werksleiter SG Isover G+H AG Bergisch Gladbach

Bei Saint-Gobain seit: September 1997

Fachlicher Hintergrund und berufliche Stationen: 

  • Studium in den Bereichen Maschinenbau und Wirtschaft
  • Tätigkeiten für Saint-Gobain in den Niederlanden, den USA und Deutschland in den Bereichen Technik, Produktion und Automation

Alter: 45

Geschlecht: Männlich

Nationalität: Niederländisch

Sonstige Informationen über meine Person, die ich gerne teilen möchte: Ich hab eine tolle Familie mit Marianne, Benno und Lise

 

Interview

Praxis und Forschung zeigen: Divers zusammengesetzte Teams entwickeln kreativere Ideen und Lösungen. Sie bringen unterschiedliche Sichtweisen ein, die zu besseren Ergebnissen und innovativen Produkten führen. Können Sie uns dazu ein Beispiel aus Ihren eigenen Erfahrungen geben? 

Martin Schiereck: "Meine erste Erfahrung dazu war während meiner Tätigkeit in den Niederlanden: Als wir die Gelegenheit hatten, das Team zu erweitern, analysierten wir zunächst, wie vielfältig das Team war und welches Energieniveau wir erreichten. Mit diesem Ergebnis haben wir im Recruiting bewusst eine Person gesucht, die anders war, eine Person, die die Vielfalt in verschiedener Hinsicht erhöhen und die Teamkultur verändern konnte. Das hat prima funktioniert: Die Veränderung der Teamkultur schuf ein besseres Wohlbefinden für die Mitarbeiter, positive Energie und bessere Ergebnisse."

Theoretisch wissen wir vermutlich alle, dass Vielfalt erstrebenswert ist. Was macht es in der Praxis so schwer, Vielfalt auch konsequent umzusetzen? Wo sind aus Ihrer Sicht die Herausforderungen? 

Martin Schiereck: "Für mich ist die größte Herausforderung die Zeit. In einem Werk mit vielen Prioritäten und hohem Lieferdruck schenken wir dem Thema Diversity nicht die richtige Aufmerksamkeit. Wir scheitern also häufig einfach am Thema Zeit. Wie wir das ändern können, ist zu kommunizieren und an diesem Thema zu arbeiten. Nicht jährlich, sondern vierteljährlich oder monatlich. Als Führungskräfte sollten wir mit gutem Beispiel vorangehen und sicherstellen, dass dieses Thema von der Organisation gelebt wird."

Was tun Sie persönlich, um Vielfalt (in Ihrem Verantwortungsbereich) zu fördern?

Martin Schiereck: "Hierzu kann ich ein schönes Beispiel erzählen: Bevor ich zu Isover nach Bergisch Gladbach gekommen bin, habe ich 4 Jahre in Kansas City, USA, gearbeitet. Dort wollten wir gerne aktiv am Thema Diversity arbeiten und haben überlegt, was wir machen können, um das Team für Vielfalt zu sensibilisieren etc. Ich habe dann vorgeschlagen, die niederländische Kultur vorzustellen. Gesagt, getan. Am vereinbarten Tag habe ich typisch niederländischen Apfelkuchen mitgebracht, den meine Familie gebacken hat und nicht nur ich sondern auch alle Team-Mitglieder haben sich in der niederländischen Nationalfarbe Orange gekleidet. Danach kannte jeder Kollege unser kleines Königreich, den Königstag und die Bedeutung der Farbe Orange. Ich freue mich dem Team auf diese Weise eine andere Kultur, meine Kultur, näher gebracht zu haben. Und eine ganz besondere Ehre war dann, dass ein Meeting Raum „The Dutch Corner“ genannt wurde, als ich zurück nach Europa gegangen bin. 

Um ansonsten im Alltag sicherzustellen, dass Vielfalt gelebt wird, gehe ich das Thema eher behutsam an, stelle sicher, dass die Menschen miteinander kommunizieren, Erfahrungen und Wissen austauschen. Ich sorge dafür, dass die Menschen sich die Zeit nehmen, einander zuzuhören und Unterschiede zu suchen und zu akzeptieren. Wenn das gegenseitige Vertrauen wächst, können innerhalb eines Teams schöne Dinge geschehen."