Drei Fragen zum Thema Vielfalt an… Philip Boddez

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Wir freuen uns, dass Diversity fest in unserem Unternehmensalltag verankert ist, denn der Respekt vor der Vielfalt von Lebensweisen, Nationalitäten und Kulturen ist ein weltweit gelebtes Prinzip von Saint-Gobain. 
Zum diesjährigen Diversity-Day starten wir die Interviewserie „Drei Fragen zum Thema Vielfalt an…“ und veröffentlichen wöchentlich neue Statements verschiedener Saint-Gobain-Persönlichkeiten!

Allgemein

Steckbrief

Name: Philip Boddez

Funktion/ Tätigkeit: Produkt Manager Rigips

Bei Saint-Gobain seit: 2011

Fachlicher Hintergrund: 

  • Corporate Communications Saint-Gobain Deutschland und Österreich
  • Corporate Marketing Saint-Gobain Deutschland und Österreich
  • Holzbau Manager Saint-Gobain Deutschland und Österreich

Alter: 39

Geschlecht: Männlich

Nationalität: Belgisch

 

Interview

Inwiefern ist Saint-Gobain ein diverses Unternehmen, das Vielfalt lebt und fördert? Wie weit sind wir da schon, was fehlt Ihnen noch?    

Philip Boddez: "Diversität, Vielfalt oder Varianz – es ist ganz egal, wie man es benennt oder welchen übergeordneten Begriff wir verwenden –was gemeint ist und am Ende herauskommt, ist bunt, spannend und wird nie langweilig. Genauso erlebe ich es seit fast 10 Jahren bei Saint-Gobain. Dabei sind es längst nicht nur die über 100 verschiedenen Nationalitäten, auf die wir im Unternehmen treffen können, sondern allgemein unsere unterschiedlichen Referenzrahmen beeinflusst von Alter, Geschlecht, Religion, sexueller Orientierung und vielem mehr. Das würzt unseren Alltag und macht die Zusammenarbeit mit Kolleg*innen und Kund*innen spannend."

Welche Erfolgsstory zum Thema Vielfalt hat Sie inspiriert? 

Philip Boddez: "Der Begriff „würzen“ kommt nicht von ungefähr. Für mich persönlich ist Vielfalt zu vergleichen mit einer kulinarischen Weltreise: nur wer offen und neugierig ist, unbekanntes zu entdecken, lernt auch neue Zubereitungsarten kennen und erfährt weit entfernt von Schnitzel, Curry-Wurst oder Pommes Geschmacks-Erlebnisse, die den Horizont erweitern. Inspirierend fand ich in diesem Kontext die Weltreise der jüngsten Sterneköchin Deutschlands, Julia Komp, aus Köln. Ende 2018 gab sie Ihre Stelle als Küchenchefin auf und bereiste in 14 Monaten über 30 Länder - im Gepäck ihre Kochjacken, Messer und ihr Rezeptbuch. Sie hat in unterschiedlichsten Sternerestaurants und Streetfood-Lokalen gearbeitet und hat sich neue Inspiration geholt. Das Ergebnis heißt „Sahila“, übersetzt „Anführerin der Sterne“, und ist das neue Pop-Up Restaurant von Julia Komp. Für mich ein schöner Beweis, dass durch Vielfalt etwas, was bereits sehr gut ist noch besser, komplexer und ausgereifter werden kann."

Theoretisch wissen wir vermutlich alle, dass Vielfalt erstrebenswert ist. Was macht es in der Praxis so schwer, Vielfalt auch konsequent umzusetzen? Wo sind aus Ihrer Sicht die Herausforderungen? 

Philip Boddez: "In meinem Arbeitsbereich bin ich mit der Deutschen Bauordnung und einem insgesamt höchst umfangreichen Normen- und Regelwerk konfrontiert. Leider sind Baukultur und Kochkultur mit Blick auf das Zulassen von Vielfalt sehr unterschiedlich. Hierzulande ist es besonders schwer, gute Ideen oder Innovationen aus dem Ausland in die Bauweise zu integrieren. Eine „Fremdbestäubung“, die oft qualitativ gute und leckere Früchte bringt, ist kaum möglich. Andere Länder sind wesentlich aufgeschlossener für Vielfalt im Bauwesen. So zeigt Deutschlands kleinstes Nachbarland Luxemburg, wie es auch anders geht: hier darf mit jedem Bauprodukt gebaut werden, welches irgendwo auf der Welt bereits eine Zulassung hat."