Drei Fragen zum Thema Vielfalt an… Raimund Heinl

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Wir freuen uns, dass Diversity fest in unserem Unternehmensalltag verankert ist, denn der Respekt vor der Vielfalt von Lebensweisen, Nationalitäten und Kulturen ist ein weltweit gelebtes Prinzip von Saint-Gobain. 
Zum diesjährigen Diversity-Day starten wir die Interviewserie „Drei Fragen zum Thema Vielfalt an…“ und veröffentlichen wöchentlich neue Statements verschiedener Saint-Gobain-Persönlichkeiten!

Allgemein

Steckbrief

Name: Raimund Heinl

Funktion/ Tätigkeit: CEO Deutschland & Österreich

Bei Saint-Gobain seit: 1986

Fachlicher Hintergrund: Diplom-Kaufmann

Arbeitsbereiche: Marketing, Produkt Management, Verkauf, General Management

Aktivitäten bei Saint-Gobain: Verstärkungsfasern, Distribution, Gussrohr, Construction Products 

Interview

Warum ist Ihnen persönlich das Thema Vielfalt wichtig?

Raimund Heinl: "Vielfalt sorgt für verschiedene Sichtweisen auf dieselbe Problematik. Das bringt ‚Licht in die Sache‘. Gute Entscheidungen basieren auf guten Informationen und die sind nun mal tiefer und besser, wenn vielfältige Meinungen berücksichtigt werden. Darüber hinaus fördert die Teilnahme an Entscheidungen Verständnis, Akzeptanz und Motivation." 

Theoretisch wissen wir vermutlich alle, dass Vielfalt erstrebenswert ist. Was macht es in der Praxis so schwer, Vielfalt auch konsequent umzusetzen? Wo sind aus Ihrer Sicht die Herausforderungen?

Raimund Heinl: "Zeit ist ein wichtiger Faktor. Die Kraft der Vielfalt kann sich nur entfalten, wenn wir uns ausreichend Zeit für Austausch und Dialog nehmen. Deshalb halte ich es für wichtig, sich mehr Zeit in der frühen Phase von Projekten und Entscheidungen zu nehmen, um sicher zu sein, dass ein Maximum an Anregungen in die Überlegungen einfließen kann. Das bringt dann Sicherheit, Engagement und vor allem wieder Motivation."  

Praxis und Forschung zeigen: Divers zusammengesetzte Teams entwickeln kreativere Ideen und Lösungen. Sie bringen unterschiedliche Sichtweisen ein, die zu besseren Ergebnissen und innovativen Produkten führen. Können Sie uns dazu ein Beispiel aus Ihren eigenen Erfahrungen geben?

Raimund Heinl: "Dazu fallen mir einige Beispiele ein. Wir hatten in Mexiko ein neues Werk (Verstärkungsfasern) als ‚greenfield‘ gestartet und die ‚üblichen‘ Startprobleme. Zu der Zeit haben wir solche Projekte aus Deutschland heraus mit deutscher Methodik (und Männern!) geführt. Also gingen wir das Projekt erst einmal rein mit Struktur und Methodik an. Unsere Kollegen(innen) in Mexiko haben das Projekt dann sehr schnell mit Begeisterung und Gruppenzugehörigkeit angereichert. Dieser ‚Cocktail‘ hat letztlich in weniger als einem Jahr ein Problem in eine echte Erfolgsgeschichte gedreht."