Drei Fragen zum Thema Vielfalt an... Victoria Renz-Kiefel

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Wir freuen uns, dass Diversity fest in unserem Unternehmensalltag verankert ist, denn der Respekt vor der Vielfalt von Lebensweisen, Nationalitäten und Kulturen ist ein weltweit gelebtes Prinzip von Saint-Gobain. 
Zum diesjährigen Diversity-Day starten wir die Interviewserie „Drei Fragen zum Thema Vielfalt an…“ und veröffentlichen wöchentlich neue Statements verschiedener Saint-Gobain-Persönlichkeiten!

Allgemein

Steckbrief

Name: Victoria Renz-Kiefel

Funktion/ Tätigkeit: Managing Director SWISSPACER

Bei Saint-Gobain seit: Oktober 2018

Fachlicher Hintergrund und berufliche Stationen: 

  • Internationale Betriebswirtin mit Studium in Deutschland, China, Frankreich und England
  • 6 Jahre Tätigkeit in der Strategieberatung bei Boston Consulting Group

 

Interview

Warum ist Ihnen persönlich das Thema Vielfalt wichtig? 

Victoria Renz-Kiefel: "Ich habe während meiner Zeit in der Beratung in England in einem Team mit sechs verschiedenen Nationalitäten, komplett verschiedenen Studienhintergründen, ausgeglichenem Geschlechterverhältnis und unterschiedlichen sexuellen Orientierungen gearbeitet. Das war das kreativste Team, in dem ich je gearbeitet habe! Zudem sind wir über die Monate zu einer richtigen Familie zusammengewachsen und es konnte sich jeder mit all seinen Stärken einbringen und mit seinen Schwächen akzeptiert fühlen. Diese Erfahrung möchte ich gerne replizieren."

Inwiefern ist Saint-Gobain ein diverses Unternehmen, das Vielfalt lebt und fördert? Wie weit sind wir da schon, was fehlt noch

Victoria Renz-Kiefel: "Innerhalb eines weltweit tätigen Konzerns wie Saint-Gobain gibt es nicht nur die Möglichkeit in unterschiedlichen Tochterunternehmen oder Ländern aktiv zu sein, sondern auch ganz verschiedene Funktionen zu besetzen. Somit haben wir alle die Möglichkeit, uns über unseren eigenen Hintergrund hinaus weiterzuentwickeln. Das ist natürlich auch eine Chance, nach der jeder aktiv greifen muss! Saint-Gobain ist darüber hinaus jedoch auch ein Konzern mit vielen Sub-Kulturen und einer sehr dominanten französischen Geschichte. Darin liegt viel Positives, aber nur solange es nicht ausgrenzend ist. Hier müssen wir gemeinsam noch deutlich mehr tun! Durch die Ernennung von N. Sreedhar zum weltweiten CFO haben wir im letzten Jahr schon einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht; insgesamt ist das Top Management aber noch viel zu männlich und französisch für einen internationalen Konzern."

Theoretisch wissen wir vermutlich alle, dass Vielfalt erstrebenswert ist. Was macht es in der Praxis so schwer, Vielfalt auch konsequent umzusetzen? Wo sind aus Ihrer Sicht die Herausforderungen?

Victoria Renz-Kiefel: "Grundsätzlich ist in Deutschland der Anteil „Nicht-weißer-Männer“ unter den Studierenden bzw. Auszubildenden in technischen Berufen noch zu gering. Daraus resultierend ist es für viele der bei uns zu besetzenden Stellen natürlich auch langwieriger und teurer diverse Kandidaten zu finden. Des Weiteren fällt es uns in Deutschland häufig noch schwer, jemanden für eine Stelle auszuwählen, der zwar die Motivation und das Interesse mitbringt, aber vielleicht noch nicht alle technischen Qualifikationen. Hier müssen wir deutlich mutiger und offener sein – so wie es im angelsächsischen Raum häufig schon der Fall ist."