Freiheit und Vielfalt in meinem ersten Projekt

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Für den ersten Job war klar: Es soll ein Trainee-Programm werden! Mit echter Verantwortung und praktischen Tätigkeiten, weg vom Klischee des „besser bezahlten Praktikanten“. Angemessene Zeiträume für die Projekte, davon mindestens eines im Ausland. Und ein ordentliches Gehalt wäre auch ganz nett. Das ganze natürlich in einem Unternehmen mit guter Reputation, Perspektive sowie Struktur. All das bietet Saint-Gobain…

Karriere
Messe Hannover von oben

Mein Name: Nils Jensen, seit Januar dieses Jahres im Global Player Traineeprogramm. Der Bewerbungsprozess war zunächst stufenweise aufgebaut (Telefoninterview, Bewerbertag mit Tests und Gesprächen, Abschlussgespräch mit möglichem Mentor), persönlich (keine Assessement Center) und in meinem Fall sehr flexibel und schnell.  

Angekommen in Stolberg (bei Aachen), dem Standort meines ersten Projektes, befasse ich mich nun mit dem wunderbar abstrakten Thema Industrie 4.0 in der Zentralen Technik der Saint-Gobain Glassolutions. Etwas konkreter gesagt erstelle und setze ich ein Pilotkonzept zu „Internet of Things“ (IoT) um. Meine Tätigkeiten sind hierbei sehr vielfältig: Regelmäßige Webkonferenz mit dem Team Zentrale Technik zu aktuellen Projekten / mit der Entwicklungsabteilung zu meinem Projektthema, Abstimmungen mit meinem derzeitigen Chef zu aktuellen Themen und Projekten, Angebotsbesprechungen mit Lieferanten (IoT Software), Reisen zu Produktionsstandorten, Workshop zu meinem Projektthema mit Lieferanten sowie dem Betriebsleiter am Standort, Vorstellung und Workshop des Projektthemas vor Betriebsleitern, Präsentierung des Projektes vor der Geschäftsführung, lockerer Austausch über aktuelle Projekte mit Kollegen aus einer anderen Business Unit, Fortbildungen, Teilnahme an einem I4.0-Kongress, Besuch der Hannover Messe und und und… Neben all diesem Trubel gibt es natürlich auch noch die „echte“ Arbeit: Konzepte und Ideen durchgehen, formulieren und ausarbeiten, Informationen sichten, Präsentation erstellen, Meetings vor-und nachbereiten, Termine koordinieren, Informationen via Mail oder Telefon austauschen sowie die oben genannten Tätigkeiten und Reisen organisieren.

 

 

Die Abteilung Zentrale Technik ist dabei in jeder Hinsicht fantastisch: Alle Kollegen sind hilfsbereit, offen für neue Ideen und auch für ein Bier nach Feierabend zu haben. Mir wird viel Freiraum gelassen, sei es bei dem eigenmächtigen Einladen und Anfragen von Lieferanten, dem Vorstellen des Projektes intern wie extern oder Reisen zu Kongressen und Messen. Auch die Arbeitszeit ist absolut flexibel - ob am Standort, im Homeoffice oder im Büro, alles kein Problem.

Natürlich leidet auch Saint-Gobain hin und wieder, wie die meisten großen Konzerne, unter seiner eigenen Größe. Effiziente Kommunikation, auch international, kann noch verbessert werden, sowie Aufwand und Dauer mancher Formalien und Anfragen. Auch muss man die Reisetätigkeit die meine aktuelle Projektstelle mit sich bringt mögen. Für mich überwiegen eindeutig die positiven Aspekte.

Das Wunderbare an meinem aktuellen Projekteinsatz ist die oben beschriebene Vielfalt und Freiheit. Durch die Werksbesuche verliert man nicht den Bezug zu den Produkten und dem eigentlichen Werksbetrieb. Die Büroarbeit ist ein willkommenes Intermezzo zur Reflektion von Neugelerntem und der „eigentlichen“ Arbeit. Durch Workshops, Vorträge und Gespräche mit externen, wie internen Personen (z.B.  Lieferanten, anderen Firmen, Betriebsleiter, Kollegen aus anderen Abteilungen) wirkt man der „Betriebsblindheit“ entgegen und bekommt häufig völlig neue Sichtweisen. Auch die Balance zwischen Technik und Zwischenmenschlichen stimmt: Man formuliert und kommuniziert eigene Ideen und (technische) Konzepte, denkt sich aber auch in Fremde herein. Gleichzeitig präsentiert, erklärt, fragt und diskutiert man viel, intern wie extern, lernt jeden Tag etwas Neues, begegnet Menschen mit unterschiedlichem Charakter und fachlichem Hintergrund.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich das Trainee Programm vorbehaltlos jedem empfehlen kann der Abwechslung mag und Proaktivität mitbringt und mit den obengenannten „Schwächen“ eines „Konzernriesens“ kein Problem hat. Ich jedenfalls kann mir aktuell keinen interessanteren Job vorstellen.

 

Bis bald

Nils Jensen