SmartMarket Report: Trends und Entwicklungen beim Green Building

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Ökologisches Bauen ist weithin akzeptiert, der Sektor für sogenanntes Green Building wächst in den meisten Ländern stetig und entwickelt sich besonders in den Schwellen- und Entwicklungsländer rasant. Das sind nur einige der Kernaussagen im SmartMarket Report: World Green Building Trends 2016, für den das US-amerikanische Analysehaus Dodge Data & Analytics Bau-Experten aus 69 Ländern befragt hat. Unterstützt wird der Report von Saint-Gobain und vom US Green Building Council.

Allgemein

Weltweit werde sich der Bestand an ökologischen Bauten und grünen Bauvorhaben in den nächsten drei Jahren verdoppeln, prognostizieren die Analysten. Eine besondere Rolle fällt dabei Staaten wie Brasilien, Indien, Saudi Arabien und Südafrika zu, die von den Autoren der Studie als Treiber des ökologischen Baubooms ausgemacht wurden. Teilweise lägen hier die Wachstumsraten im Bereich Green Building nicht nur bei beim Zweifachen,  sondern bei Dreifachen, Vierfachen, ja bis zu Sechsfachen im Vergleich zum heutigen Stand. Entwickelte Märkte wie Deutschland, die USA oder Großbritannien wachsen im Vergleich dazu zwar langsamer, legen dafür aber auf einem höheren Niveau zu.

Positive finanzielle Aspekte und langfristige Vorteile
Für alle Länder gilt jedoch, dass die Wirtschaftlichkeit und der Kostendruck für die Bauvorhaben entscheidend sind. Daher sei es in der öffentlichen Argumentation besonders wichtig, auch die positiven finanziellen Effekte und die langfristigen Vorteile im Betrieb von grünen Gebäuden zu unterstreichen. Schließlich sparen Green Buildings nach Einschätzung der Experten im Laufe von fünf Jahren nach der Errichtung rund 14% der Betriebskosten, verglichen mit einem herkömmlichen Bau. Bei Althaussanierungen oder Renovierungen beziffern die Befragten die Einsparungen auf immerhin 13% im gleichen Zeitraum. Hinzu komme eine Wertsteigerung der grünen Immobilien gegenüber konventionellen Bauten, die weltweit und über alle Befragten hinweg mit etwa 7% beziffert wurde.

Haupttreiber: Kunden wollen ökologische Immobilien
Als Haupttreiber für das ökologische Bauen gaben die Befragten in Deutschland allerdings die schlichte Nachfrage der Kunden (30%) nach grünen Immobilen an, ebenso wie die Umweltauflagen (21%), die ökologisches Bauen notwendig machten. Eine Wertsteigerung (18%) und die bessere Vermietbarkeit der Immobilie (18%) folgen in der Hitliste der Treiber. Niedrigere Betriebskosten geben dagegen in Deutschland nur 18% der deutschen Bauexperten als wichtigen Treiber für den Sektor Green Building an. Mehrfachnennungen waren möglich.

Hindernisse: Anfangsinvestition und hochpreisiges Marktsegment
Befragt nach den wesentlichen Hindernissen rangieren Kostenaspekte deutlich weiter vorne. 52% der in Deutschland Befragten gaben an, dass wohl die höheren Anfangsinvestitionen ein Hemmschuh für das ökologische Bauen seien. Auf Platz zwei werteten die Experten die Tatsache, dass grünes Bauen derzeit fast ausschließlich auf das hoch-preisige Immobiliensegment (30%) abziele. Für eine noch breitere Akzeptanz müsste ökologisches Bauen auch das Segment der Standardimmobilien oder Sozial-bauten erreichen. Über mangelnde Öffentlichkeit klagten die Deutschen Bauherren und Immobilienfachleute nicht. Lediglich 6% wünschten sich mehr Aufmerksam-keit.  Auch hier waren Mehrfachnennungen möglich.

Diese und weitere Trends und Fakten finden Sie in der aktuellen Studie SmartMarket Report: World Green Building Trends 2016. SmartMarket Report: World Green Building Trends 2016 kostenfrei zum Download.

Bilder und Bildquellen: Dodge Data & Analytics, SmartMarket Report 2016.