Imponierende Formen – beeindruckende Akustik mit Rigips - Veranstaltungssaal eines Schulzentrums erstrahlt in neuem Glanz und überzeugt mit ausgeglichener Akustik

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Rund 35 Jahre lang war die sogenannte AGORA des Schulzentrums Uetze der zentrale Veranstaltungsort für Schüler, Lehrer und Familien. Der rund 300 m2 große Saal besteht aus einem sechseckigen, bestuhlten Parkett mit angrenzender Bühne unter einem zeltförmigen Dach. Im Rahmen einer Untersuchung der Steildachflächen wurden vor einiger Zeit jedoch mehrere schadhafte Stellen ermittelt: Undichtigkeiten, eine teils verrutschte Wärmedämmung und vor allem eine offene und poröse Oberfläche der asbesthaltigen Wellplatteneindeckung machten eine Sanierung dringend notwendig. Gleichzeitig wurde offenkundig, dass die verbauten Stahlträger im Brandfall nicht ausreichend vor Hitze geschützt sein würden und eine Deckenbekleidung aus Holz unter brandschutztechnischen Gesichtspunkten ebenfalls nicht mehr zulässig ist für einen Saal, der unter die Regelungen der Niedersächsischen Versammlungsstättenverordnung fällt. Eine umfassende Sanierung des gesamten Dachaufbaus schien also mehr als sinnvoll. Dass sich das Innere der AGORA im Zuge der Sanierung sowohl optisch als auch akustisch zu einem echten Highlight entwickelt hat, ist dem Konzept des Hannoveraner Architekturbüros LSM und dem hochwertigen Innenausbau durch die SKALA Akustik-Decken GmbH zu verdanken.

Bauen, Sanieren, Renovieren

Die alte Holzverkleidung an den schräg verlaufenden Deckenflächen sowie an einigen Wänden des hexagonalen Gebäudes erfüllte unter akustischen Gesichtspunkten durchaus ihren Zweck. So ergab eine vorab durchgeführte Untersuchung im Saal mit seinem Netto-Raumvolumen von circa 1.540 m3 eine zufriedenstellende Raumakustik. Lediglich in den hinteren Rängen wurde eine unzureichende Sprachverständlichkeit ermittelt. Erkenntnisse, die in das Gesamtkonzept der Architekten einflossen und wesentlich zu dem späteren Erscheinungsbild der neuen AGORA beitrugen.

Für Steffen Großmann, Technischer Leiter der SKALA Akustik-Decken GmbH, begannen die Herausforderungen lange vor den ersten akustischen Baumaßnahmen. „Es gab leider kaum präzise Bestandspläne bis auf einen alten, recht grob gehaltenen Deckenspiegel aus dem Jahr 1978“, so Steffen Großmann. „Deshalb haben wir vor dem Rückbau der alten Holzdecke die gesamte Deckenstruktur mit allen Details exakt vermessen, um eine bessere Planungsvorlage zu erhalten.“

„Altlasten“ fachgerecht entsorgt

Schon kurz nach Beginn der Demontage der Holzverkleidung kam die Dämmung aus künstlichen Mineralfasern älteren Baujahrs zum Vorschein. Daher musste der weitere Rückbau unter besonderen Arbeitsschutzvorkehrungen vonstatten gehen. „Wir haben mit einer Schleuse gearbeitet, die das Austreten von etwaigen Stäuben verhindert hat. Die Arbeiten fanden so in einem hermetisch abgeschlossenen Raum statt. Die alte Dämmung wurde sicher verpackt und dann fachgerecht entsorgt“, berichtet Andreas Lensch, verantwortlicher Bauleiter der SKALA Akustik-Decken GmbH.

In einem nächsten Schritt wurden sämtliche TGA-Leitungen im Dachbereich entfernt, um ausreichenden Montageplatz für zeitgemäße Brandschutzsysteme zu schaffen. Der eigentliche Dachstuhl besteht aus Holzbindern kombiniert mit einem zeltförmig aufgebauten Stahltragwerk. Um zusätzliche Lasten wie die brandschutztechnische Bekleidung der Stahlträger sowie die geplante Brandschutzdecke und die darunter anzubringende Akustikdecke sicher einbringen zu können, wurde das Stahltragwerk durch eine Zimmerei mit zusätzlichen Holzbindern erweitert. So konnten auch die erforderlichen, geringeren Befestigungsabstände für die F90-Brandschutzdecke gewährleistet werden.

Vorfertigung der Stahlträgerbekleidungen mit Rigips Brandschutzplatten

Der so freigelegte und ertüchtigte Dachstuhl erhielt zunächst eine Dämmung aus nichtbrennbaren Mineralwolle-Klemmfilzen (240 mm) und eine winddicht verklebte PE-Dampfsperre (sd-wert ³ 100 m). Anschließend widmete sich das Team um Vorarbeiter Stefan Schröder der brandschutztechnischen Bekleidung des Stahltragwerks. Zu bekleiden waren Stahlträger (HEA 200 / HEB 700), Druckstäbe (80 x 80 mm) sowie Zugbänder in Winkelform (80 x 60 x 6 mm). „Die Anforderung an den Brandschutz lautete für alle Bauteile F90. In Abhängigkeit zum U/A-Verhältnis für Stahlbauteile erfolgte die dreiseitige Bekleidung gemäß Rigips System BS23GT einlagig mit der Brandschutzplatte Rigips Glasroc F. Um einen möglichst effektiven Baustellenfortschritt sicherstellen zu können, haben wir einen Großteil der Trägerbekleidungen in unserer Werkstatt vorgefertigt. Die erforderlichen Knaggen für die Trägerflansche und die Stoßhinterlegung wurden dann auf der Baustelle ausgebildet“, erläutert Bauleiter
Andreas Lensch

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Bautafel
Bauherr: Gemeinde Uetze
Planung/Bauleitung: Architekten LSM, Hannover
Planung Raumakustik: GTA Gesellschaft für Technische Akustik mbH, Hannover
Ausbaubetrieb: SKALA Akustik-Decken GmbH, Isernhagen
Fachberater Trockenbausysteme: Dennis Pietrzyk, Saint-Gobain Rigips GmbH

 

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