Saint-Gobain Ergebnisse erstes Halbjahr 2015

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Steigerung der Ergebnisse

Saint-Gobain international

Steigerung der Ergebnisse

• Internes Wachstum von + 0,5 % (davon + 0,5 % preisbedingt)
• Starker Wechselkurseffekt von + 4,6 % beim Umsatz und Veränderungen in der Konzernstruktur mit - 0,3% 
• Steigerung des Betriebsergebnisses um + 7,8 % real und um + 1,2 % bei vergleichbaren Strukturen und Wechselkursen vor Umbuchung von Verallia
• Verringerung der Nettoverschuldung um 0,5 Mrd. € gegenüber 30. Juni 2014
• Erwerb von rund 4,6 Millionen Aktien in den letzten drei Monaten

Kommentar von Pierre-André de Chalendar, Präsident und Generaldirektor von Saint-Gobain:
„Nach einem ersten Quartal auf schwieriger Vergleichsbasis verzeichneten die Umsätze im zweiten Quartal eine Rückkehr zum Wachstum bei den Mengen. Gründe hierfür waren die Belebung in Nordamerika durch die Erholung im Bereich Dach sowie das gute Geschäft in Asien, den Schwellenländern und –abgesehen von Frankreich und Deutschland – in Westeuropa. Das Betriebsergebnis des ersten Halbjahres und unsere Erwartungen für das zweite Halbjahr bestätigen unser Ziel einer erneuten Verbesserung des Betriebsergebnisses bei vergleichbaren Strukturen und Wechselkursen im Gesamtjahr 2015 und einer weiterhin hohen freien Selbstfinanzierung.“

Operative Ergebnisse
Die Saint-Gobain-Gruppe erzielte im ersten Halbjahr einen Umsatz von 19.860 Millionen Euro, einen Anstieg von 4,8 %, nachdem die Hauptsparte Verpackung (einschließlich Verallia North America) in der konsolidierten Ergebnisrechnung als „Nettoergebnis der aufgegebenen Aktivitäten“ neu ausgewiesen wurde.
Nach dieser Neuberechnung (IFRS 5) wirken sich die Veränderungen im Konsolidierungskreis mit - 0,3 % aus. Der Wechselkurseffekt bleibt mit + 4,6 % hoch, hauptsächlich aufgrund des US-Dollars und des britischen Pfunds.

Bei vergleichbaren Bedingungen erhöhte sich der Umsatz um 0,5 %. Die Mengen blieben, auf das Halbjahr betrachtet, stabil. Allein im zweiten Quartal legten sie um 1,5 % zu. In einem Umfeld mit gering steigenden Rohstoffkosten und sinkenden Energiekosten haben sich die Verkaufspreise weiter leicht erhöht, auf Halbjahressicht um 0,5 %. 

Nach einem ersten, leicht rückläufigen Quartal konnte im zweiten Quartal in allen geografischen Gebieten mit Ausnahme Frankreichs und Deutschlands ein Wachstum erzielt werden. Nach Aktivitäten betrachtet, ist festzustellen, dass die Flachglassparte ihre Erholung im ersten Halbjahr fortsetzte und die Aktivität Außengestaltung sich wie erwartet abschwächte, hauptsächlich aufgrund des Preisniveaus im Bereich Roofing.

Das Betriebsergebnis der Saint-Gobain-Gruppe stieg real um 7,8 % und blieb bei vergleichbaren Bedingungen infolge fehlenden Mengenwachstums unverändert. Vor Umbuchung der Hauptsparte Verpackung und bei vergleichbaren Bedingungen legte das Betriebsergebnis um 1,2 % zu. Die Betriebsmarge der Saint-Gobain-Gruppe erhöhte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 um 0,2 Punkte auf 6,4 %.

Nach Hauptsparten
Der Umsatz der Hauptsparte Innovative Werkstoffe stieg dank des Bereichs Flachglas bei vergleichbaren Bedingungen um weitere 2,6 %. Die Betriebsmarge der Hauptsparte erhöhte sich auf 10,2 %, nach 9,1 % im ersten Halbjahr 2014.
• Im zweiten Quartal setzte sich die seit Beginn des Jahres beobachtete gute Entwicklung im Flachglas fort. Der Bereich verzeichnete im ersten Halbjahr ein internes Wachstum von 5,6 %. Autoglas legte in allen geografischen Gebieten – mit Ausnahme Brasiliens – weiter stark zu. Die Märkte des Baus setzten ihre dynamische Entwicklung in Asien und den Schwellenländern fort, verzeichneten aber in Westeuropa bei unveränderten Verkaufspreisen einen Rückgang. 
Der Anstieg der Mengen, in Verbindung mit Kosteneinsparungen und einem besseren Produktmix, hob die Betriebsmarge weiter auf 7,4 % an.
• Der Umsatz der Hochleistungswerkstoffe (HPM) sank im ersten Halbjahr bei vergleichbaren Bedingungen um 0,8 %, größtenteils aufgrund des Rückgangs bei den keramischen Stützmitteln (Proppants). Die anderen HPM-Bereiche verzeichneten ein weiterhin positives internes Wachstum. 
Trotz dieser Abschwächung beim internen Wachstum erreichte die Betriebsmarge 13,5 %, nach 13,3 % im ersten Halbjahr 2014. 

Der Umsatz der Hauptsparte Bauprodukte ist bei vergleichbaren Bedingungen im ersten Halbjahr um 0,9 % gestiegen. Die Betriebsmarge sank auf 8,7 %, nach 9,0 % im ersten Halbjahr 2014, durch die Entwicklung in der Aktivität Außengestaltung. 
• Der Innenausbau erzielte im ersten Halbjahr ein internes Wachstum von 2,2 %. Trotz insgesamt leicht gestiegener Mengen wurde das Geschäft in Westeuropa nach wie vor durch die Situation der Märkte in Frankreich und Deutschland und den leichten Preisdruck beeinträchtigt. Die USA, Asien und die Schwellenländer setzten ihr Wachstum fort. 
Die Betriebsmarge stieg um 9,0 %, nach 8,5 % im ersten Halbjahr 2014. 
• Der Bereich Außengestaltung verzeichnete einen Rückgang von 0,4 % trotz der Steigerung von 5,7 % im zweiten Quartal, die vornehmlich auf den Bereich Dach zurückzuführen ist, dessen Mengen nach einem sehr schwachen Jahresbeginn stark angezogen sind. Die Preise im Dachbereich gaben gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr deutlich nach, trotz einer Stabilisierung der Werte im Quartalsvergleich. Die Aktivität Rohrleitungsguss wurde weiterhin von den Exportaufträgen getragen, gleichzeitig aber durch die sehr schwache Nachfrage auf den Infrastrukturmärkten in Westeuropa und Brasilien beeinträchtigt. Die Werkmörtel verzeichneten ein gutes Geschäft in Asien und in den Schwellenländern, während es in Westeuropa weiterhin schwach lief.
Die Betriebsmarge verringerte sich auf 8,3 %, nach 9,5 % im ersten Halbjahr 2014, hauptsächlich aufgrund der Verkaufspreise bei den Produkten für die Außengestaltung in den USA. Der Bereich Dach profitierte insbesondere im Laufe des zweiten Quartals von den gesunkenen Preisen beim Asphalt.

Der Umsatz der Hauptsparte Baufachhandel stabilisierte sich im zweiten Quartal bei vergleichbaren Bedingungen mit einem Plus von 0,1 %, was den Rückgang im ersten Halbjahr auf 1,1 % begrenzte. Frankreich litt weiterhin unter dem Wachstumseinbruch im Neubau und auf dem Renovierungsmarkt, der noch keine Anzeichen einer Erholung zeigte. Deutschland verzeichnete auf Halbjahressicht einen Rückgang, der sich im zweiten Quartal jedoch verlangsamte. In Großbritannien hingegen setzte sich das interne Wachstum fort und in den nordischen Ländern, in den Niederlanden, in Südeuropa und Brasilien entwickelte es sich besonders dynamisch. Trotz des Rückgangs in Frankreich und Deutschland, auf die zusammen rund 50 % des Umsatzes der Hauptsparte entfallen, behauptete sich die Betriebsmarge dank der Fortschritte in allen anderen Regionen insgesamt gut bei 2,6 %, nach 2,9 % im ersten Halbjahr 2014. 

Nach großen geografischen Regionen
Im ersten Halbjahr legten das interne Wachstum und die Rentabilität der Saint-Gobain-Gruppe dank Asien, den Schwellenländern und Ländern der Region „Andere westeuropäische Länder“ zu. 
• Frankreich litt weiterhin unter der rückläufigen Entwicklung im Bausektor, im zweiten Quartal mit einem negativen internen Wachstum von 3,3 % und im ersten Halbjahr mit einem Minus von 4,2 %. Die Betriebsmarge sank auf 2,6 %. 

• Die anderen westeuropäischen Länder, die im Quartal ein Plus von 2,4 % erreichten, setzten ihr internes Wachstum fort und legten im ersten Halbjahr insgesamt um 1,7 % zu. Hierin spiegeln sich die guten Marktbedingungen in Großbritannien und Skandinavien und die Erholung in den südeuropäischen Ländern wider. Deutschland – mit einem zweiten, noch leicht rückläufigen Quartal – verzeichnete unter dem Einfluss des schwachen Renovierungsmarktes einen Rückgang von 3,7 %. Die Betriebsmarge der Region erhöhte sich auf 5,4 %, nach 4,7 % im ersten Halbjahr 2014.

• In Nordamerika stieg der Umsatz bei vergleichbaren Bedingungen um 4,9 % im zweiten Quartal, verursacht durch den Nachholbedarf bei den Mengen im Bereich Dach und in geringerem Maße durch den Innenausbau. Bei einem negativen internen Wachstum von 2,2 %, das im Wesentlichen auf das Preisniveau im Dachbereich und ein geringeres Wachstum auf den Industriemärkten zurückzuführen ist, sank die Betriebsmarge auf 9,5 % im Vergleich zu 10,9 % im ersten Halbjahr 2014. 

• Asien und die Schwellenländer setzten ihr gutes internes Wachstum mit einem Plus von 4,8 % im ersten Halbjahr fort. Lateinamerika verzeichnete einen Anstieg von 8,2 %, wobei sich Brasilien in einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld gut behauptete. Osteuropa – mit einem Plus von 4,3 % – profitierte vom guten Geschäft in der Tschechischen Republik und Asien (+ 0,8 %) wurde von Indien gestützt. 
Die Betriebsmarge stieg auf 10,0 % des Umsatzes, nach 8,8 % im Jahr zuvor.

Verallia 
Der Umsatz der Hauptsparte Verpackung (Verallia) erhöhte sich bei vergleichbaren Wechselkursen und unter Ausklammerung von Verallia North America um 2,1 %. Das interne Wachstum wurde im ersten Halbjahr durch eine leichte Verbesserung der Mengen in Europa und durch die in einem inflationären Umfeld gestiegenen Preise in Lateinamerika getragen.
Die Betriebsmarge lag bei 9,7 %.

Analyse der konsolidierten Zahlen des ersten Halbjahres 2015
Die nicht-auditierten konsolidierten Zahlen des ersten Halbjahres 2015 wurden von den Wirtschaftsprüfern eingeschränkt geprüft und vom Verwaltungsrat am 29. Juli 2015 festgestellt. 
Nach der am 6. Juni 2015 erfolgten Unterzeichnung der Vereinbarung mit Apollo (über ein festes, unwiderrufliches Angebot von Apollo für den Kauf der Hauptsparte Verpackung und über die Exklusivverhandlungen mit Apollo) und in Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 5 wird die Hauptsparte Verpackung (einschließlich Verallia North America) in der Ergebnisrechnung für die Jahre 2014 und 2015 unter „Nettoergebnis der aufgegebenen Aktivitäten“ neu ausgewiesen. 

Die nachfolgenden Kommentare beziehen sich auf die neu berechneten Zahlen 2014, nach Verbuchen der Hauptsparte Verpackung (einschließlich Verallia) als „Nettoergebnis der aufgegebenen Aktivitäten“.

Der Umsatz der Saint-Gobain-Gruppe ist real um 4,8 % gestiegen. Der Wechselkurseffekt war mit 4,6 % positiv und ergab sich vornehmlich aus der Aufwertung des US-Dollars und des britischen Pfunds gegenüber dem Euro. Die Veränderungen in der Konzernstruktur wirkten sich mit 0,3 % negativ aus und ergaben sich im Wesentlichen aus der Veräußerung kleinerer nicht-strategischer Aktivitäten. Bei vergleichbaren Bedingungen (vergleichbare Wechselkurse und Konzernstruktur) ist der Umsatz preisbedingt um 0,5 % gestiegen.

Das Betriebsergebnis erhöhte sich real um 7,8 %, was zum größten Teil auf den Wechselkurseffekt zurückzuführen war. Die Betriebsmarge stieg auf 6,4 % des Umsatzes, nach 6,2 % im ersten Halbjahr 2014, gestützt durch die Verbesserung der Marge in der Hauptsparte Innovative Werkstoffe. 
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA = Betriebsergebnis + betriebliche Abschreibungen) erhöhte sich um 6,7 %. Die EBITDA-Marge der Saint-Gobain-Gruppe lag bei 9,5 % des Umsatzes, nach 9,3 % im ersten Halbjahr 2014. 

Die außerbetrieblichen Gewinne und Verluste beliefen sich auf 154 Millionen Euro, bei einer Verringerung der Umstrukturierungskosten gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In der Vergleichsbasis des ersten Halbjahres 2014 (12 Millionen Euro) war die Auflösung einer Rückstellung in Höhe von 202 Millionen Euro im Zusammenhang mit der Reduzierung der Geldstrafe im Autoglasbereich enthalten. Die Zuführung von 45 Millionen Euro zur Rückstellung für die Asbestklagen bei CertainTeed in den USA blieb unverändert gegenüber den letzten Halbjahren. 

Die Veräußerungsgewinne und –verluste, die Wertberichtigungen von Anlagebeständen und die Abschlussaufwendungen betrugen netto -41 Millionen Euro, gegenüber -51 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2014, das von dem Veräußerungsgewinn in Höhe von 375 Millionen Euro für Verallia North America profitiert hatte. Darüber hinaus hatten Wertberichtigungen von Anlagebeständen im ersten Halbjahr 2014 mit 452 Millionen Euro zu Buche geschlagen, im ersten Halbjahr 2015 waren es 24 Millionen Euro. 
Das operative Ergebnis sank auf 1.080 Millionen Euro (-3,6 % auf Basis 2014, in der die Auflösung der Rückstellung in Höhe von 202 Millionen Euro enthalten war).

Das Finanzergebnis verbesserte sich um 2,4 % auf -328 Millionen Euro, gegenüber -336 Millionen Euro, bedingt durch die Reduzierung des Aufwands für die Bruttofinanzverschuldung von 4,4 % zum 30. Juni 2014 auf 3,7 % zum 30. Juni 2015 und trotz Erhöhung der anderen Finanzaufwendungen durch die Abzinsung von Rückstellungen mit „no cash impact“.
Der Steuersatz auf das bereinigte Nettoergebnis lag unverändert bei 30 %. Die Ertragsteuern beliefen sich auf 236 Millionen Euro, nach dem ungewöhnlich niedrigen Betrag von 158 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2014, bedingt durch die Abschreibungen auf Sachanlagen in diesem Zeitraum, die Gewinne aus der Veräußerung von Verallia North America und die Auflösung der Rückstellung für die Flachglas-Strafe. 
Das bereinigte Nettoergebnis der fortgeführten Aktivitäten (ohne Veräußerungsgewinne und -verluste, Wertberichtigungen von Anlagebeständen und hohe, nicht wiederkehrende Rückstellungen) ist um 25,2 % auf 552 Millionen Euro gestiegen. 
Das Nettoergebnis der konsolidierten Gesellschaften (Anteil der Gruppe) belief sich auf 558 Millionen Euro, ein Minus von 16,8 %. Darin enthalten ist das Nettoergebnis von Verallia (Anteil der Gruppe) in Höhe von 65 Millionen Euro (67 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2014). 

Die Sachinvestitionen beliefen sich auf 457 Millionen Euro (gegenüber 363 Millionen Euro im Vergleichszeitraum 2014) und machten 2,3 % des Umsatzes aus, nach der besonders niedrigen Quote von1,9 % im ersten Halbjahr 2014. 
Die Selbstfinanzierung ist um 14,4 % auf 1.195 Millionen Euro gestiegen. Vor Steuern auf Veräußerungsgewinne und -verluste, Wertberichtigungen von Anlagebeständen und hohe nicht wiederkehrende Rückstellungen erhöhte sie sich um 17,3 % auf 1.185 Millionen Euro. Die freie Selbstfinanzierung (Selbstfinanzierung abzüglich Sachinvestitionen) stieg um 12,5 % auf 728 Millionen Euro (3,7 % des Umsatzes gegenüber 3,4 % im ersten Halbjahr 2014).
Die Differenz zwischen EBITDA und Sachinvestitionen hat sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 (1.404 Millionen Euro) um 1,8 % auf 1.429 Millionen Euro erhöht. Sie entspricht 7,2 % des Umsatzes (7,4 % im ersten Halbjahr). 
Der Bedarf an betrieblichem Umlaufvermögen mit 4.448 Millionen Euro (4.888 Millionen Euro Ende Juni 2014) sank um 2,5 auf 40,8 Umsatztage (-1 Tag ohne Verallia und ohne Wechselkurseffekt). 
Die Finanzinvestitionen beschränkten sich auf 92 Millionen Euro (48 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2014) und betrafen kleinere Akquisitionen in den drei Hauptsparten. 
Die Nettoverschuldung verringerte sich gegenüber dem Stand am 30. Juni 2014 weiter um 6,2 % auf 8,0 Milliarden Euro. Sie beträgt 40 % des Eigenkapitals (Eigenkapital der konsolidierten Gesellschaften), gegenüber 46 % zum 30. Juni 2014. 
Die Quote „Nettoverschuldung/EBITDA“ liegt bei 2,1 (bzw. bei 1,9 vor Umbuchung der Hauptsparte Verpackung), nach 2,0 Ende Juni 2014. 

Asbestklagen in den USA
Im ersten Halbjahr 2015 wurden wie im Vergleichszeitraum 2014 rund 2.000 neue Klagen gegen CertainTeed eingereicht. Im gleichen Zeitraum wurden 2.000 Klagen durch einen Vergleich geregelt (gegenüber 3.000 im ersten Halbjahr 2014). Damit lag die Zahl der noch anhängigen Klagen zum 30. Juni 2015 bei ca. 37.000, genauso wie zum 31. Dezember 2014.
Die Gesamtsumme der in den letzten zwölf Monaten gezahlten Entschädigungen in den USA belief sich per Ende Juni 2015 auf 71 Millionen Dollar, nach 68 Millionen Dollar zum 31. Dezember 2014.

Ausblick und Handlungsprioritäten 2015
Nach einem ersten Halbjahr mit einer schwierigen Vergleichsbasis wird die Saint-Gobain-Gruppe von den günstigeren Bedingungen im zweiten Halbjahr profitieren:
- Frankreich dürfte sich schrittweise stabilisieren
- Was die anderen westeuropäischen Ländern betrifft, so bleiben die Aussichten für Deutschland ungewiss; in Großbritannien und den nordischen Ländern dürfte sich im zweiten Halbjahr das gute Wachstum fortsetzen und Spanien dürfte sich deutlich verbessern 
- in Nordamerika dürfte das Geschäft im zweiten Halbjahr zulegen 
- in Asien und den Schwellenländern ist davon auszugehen, dass unsere Aktivitäten auf Jahressicht ein gutes internes Wachstum erzielen, trotz der Abschwächung in Brasilien

Die Saint-Gobain-Gruppe bestätigt ihre Handlungsprioritäten:
- Konzentration auf die Erhöhung der Verkaufspreise bei mäßig steigenden Rohstoff- und sinkenden Energiekosten 
- zusätzliche Einsparungen in Höhe von 360 Millionen Euro (ohne Verallia) gegenüber der Kostenbasis 2014, davon 190 Millionen Euro im ersten Halbjahr 
- Sachinvestitionen in Höhe von rund 1.500 Millionen Euro unter Ausklammerung von Verallia
- weitere Investitionen in die F&E zur Förderung der Strategie der Differenzierung und Lösungen mit hohem Mehrwert
- Abschluss der Veräußerung von Verallia, die vor Jahresende wirksam werden dürfte 
- Fortsetzung des geplanten Erwerbs der Mehrheitskontrolle an Sika

Ihren langfristigen Zielen entsprechend, hat die Saint-Gobain-Gruppe im Laufe der letzten drei Monate 4,6 Millionen Aktien zurückgekauft, womit die Kapitalverwässerung im Zusammenhang mit dem Mitarbeiter-Aktiensparplan und der Ausübung von Stock Options in 2015 nahezu kompensiert wurde.

Die Saint-Gobain-Gruppe bestätigt ihre Ziele und geht von einer erneuten Verbesserung des Betriebsergebnisses bei vergleichbaren Strukturen und Wechselkursen und einer anhaltend hohen freien Selbstfinanzierung aus. 

Finanzagenda
Umsatz neun Monate 2015: 28. Oktober 2015, nach Börsenschluss.

Kontakte Analysten, Investoren

Gaetano TERRASINI
+33 1 47 62 32 52
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+33 1 47 62 44 29
Marine HUET 
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Pressekontakte

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Susanne TRABITZSCH 
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Disclaimer für zukunftsgerichtete Aussagen:
Die Mitteilung enthält Zukunftsaussagen zur Finanzlage, zu den Ergebnissen, den Aktivitäten, zur Strategie und zu den Perspektiven von Saint-Gobain. Diese zukunftsbezogenen Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie „erwarten“, „antizipieren“, „beabsichtigen“, „davon ausgehen“, „planen“ oder ähnliche Begriffe. Obwohl diese Zukunftsaussagen nach Meinung von Saint-Gobain zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der vorliegenden Mitteilung auf vernünftigen Hypothesen beruhen, werden die Investoren darauf hingewiesen, dass diese Aussagen keine Garantien für die künftige Performance des Unternehmens geben. Aufgrund einer Reihe von bekannten und unbekannten Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, von denen die meisten schwer vorhersehbar sind und im Allgemeinen außerhalb des Einflussbereichs von Saint-Gobain liegen, insbesondere die Risiken, die im Abschnitt „Risikofaktoren“ im Referenzdokument von Saint-Gobain auf der Internetseite www.saint-gobain.com beschrieben sind, können die tatsächlichen Ergebnisse von den geäußerten Erwartungen und Annahmen stark abweichen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind daher mit der entsprechenden Vorsicht zu betrachten. Diese Mitteilung enthält auf die Zukunft bezogene Aussagen, die nur am Tag ihrer Veröffentlichung gegeben sind. Saint-Gobain übernimmt keine Verpflichtung, diese zukunftsgerichteten Aussagen infolge neuer Erkenntnisse, künftiger Ereignisse oder sonstigem zu ergänzen, zu aktualisieren oder zu korrigieren.
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