Sika, die Familie Burkard und Saint-Gobain schließen umfassende Vereinbarung ab

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- Die Compagnie de Saint-Gobain (Saint-Gobain) hat die Schenker-Winkler Holding AG(SWH) von der Familie Burkard erworben.
- Saint-Gobain/SWH hat eine Kapitalbeteiligung von 6,97% an die Sika AG (Sika) für einenGesamtkaufpreis von CHF 2,08 Milliarden an Sika veräußert.
- Saint-Gobain behält eine Beteiligung von 10,75% an Sika (über SWH) für mindestens zweiJahre.
- Sika wird eine Generalversammlung einberufen, um eine Einheitsaktie einzuführen, das Opting-Out und die 5%-Vinkulierung abzuschaffen sowie die von SWH gekauften 6,97% eigenen Aktien zu vernichten.
- Die Parteien beenden alle laufenden Gerichtsverfahren.
- Sika und Saint-Gobain beabsichtigen, die bestehende Geschäftsbeziehung zu erweitern.

Saint-Gobain international

Sika, die Familie Burkard und Saint-Gobain haben im Interesse aller involvierten Parteien und ihrer jeweiligen Aktionäre und Stakeholder Verträge zur Beendigung und Beilegung ihrer Streitigkeiten unterzeichnet. Folgendes wurde vereinbart:

Saint-Gobain hat SWH erworben und an Sika eigene Namenaktien in Höhe von 6,97% des Aktienkapitals veräußert
Saint-Gobain hat alle Aktien der SWH von der Familie Burkhard zu einem Kaufpreis von CHF 3,22 Milliarden erworben. Dieser Preis enthält eine Erhöhung des im Dezember 2014 zwischen Saint-Gobain und der Familie Burkard vereinbarten Kaufpreises von über CHF 500 Millionen und spiegelt die Wertsteigerung von Sika seit 2014 wider. Sika hat von Saint-Gobain/SWH eine Kapitalbeteiligung von 6,97% an Sika erworben (entsprechend 23,7% der Stimmrechte) zu einem Gesamtpreis von CHF 2,08 Milliarden. Dieser Betrag enthält eine Prämie von CHF 795 Millionen gegenüber dem Börsenkurs vom 4. Mai 2018.

Beendigung der Gerichtsverfahren, Sonderprüfung, Sachverständigen
Sämtliche laufende Gerichtsverfahren werden beendet. Zudem ist beabsichtigt, der Generalversammlung die Abberufung der Sachverständigen vorzuschlagen.

Einführung Einheitsnamenaktie "one share, one vote")
Sika wird für den 11. Juni 2018 eine außerordentliche Generalversammlung (aoGV) einberufen mit den folgenden Anträgen:

  • Vernichtung der von SWH erworbenen eigenen Aktien (6,97% des Aktienkapitals) mittels Kapitalherabsetzung
  • Umwandlung aller Sika-Aktien in Einheitsnamenaktien ("one share, one vote") in einem Verhältnis von 1:60 (basierend auf den Inhaberaktien)
  • Abschaffung der 5%-Vinkulierung
  • Abschaffung des Opting-Out

SWH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Saint-Gobain, wird alle Anträge unterstützen. Urs F. Burkard, Jürgen Tinggren und Willi Leimer sind aus dem Verwaltungsrat der Sika zurückgetreten. Alle unabhängigen Verwaltungsräte werden im Sika-Verwaltungsrat verbleiben und diesen zu gegebener Zeit mit neuen Mitgliedern verstärken.

Zukünftige Beziehung zwischen Saint-Gobain und Sika
Die zukünftige Beziehung zwischen Saint-Gobain und Sika besteht sowohl auf Aktionärsstufe als auch auf der geschäftlichen Ebene:
Saint-Gobain wird über die SWH Aktionär von Sika. Nach der aoGV wird Saint-Gobain 10,75% des Aktienkapitals und der Stimmrechte von Sika halten. Die Parteien haben hinsichtlich der Saint-Gobain-Beteiligung an Sika einen Lock-up (zwei Jahre) und einen Standstill (bis zu 10,75% für vier Jahre und bis zu 12,875% für die folgenden zwei Jahre) vereinbart. Im Falle eines beabsichtigten Verkaufs wird Saint-Gobain seine Sika-Aktien (bis 10,75%) zuerst Sika anbieten. Die beiden Unternehmensgruppen führen ihre bestehenden Geschäftsbeziehungen weiter und streben an, diese unter Wahrung ihrer wirtschaftlichen und rechtlichen Unabhängigkeit zum gegenseitigen Vorteil auszubauen.

Sika finanziert diese Transaktion mittels einer Brückenfinanzierung der UBS. Anschließend beabsichtigt Sika, ihre Kapitalstruktur durch die Ausgabe von Schuldverschreibungen und ähnlichen Instrumenten zu optimieren und dabei sowohl ihr Investment Grade-Rating als auch ihre finanzielle Flexibilität zur Finanzierung der festgelegten Wachstumsstrategie zu erhalten. Paul Hälg, Verwaltungsratspräsident von Sika, und Paul Schuler, CEO von Sika: "Der Verwaltungsrat und die Konzernleitung von Sika begrüßen den positiven Ausgang, welcher ein neues Kapitel unserer Erfolgsgeschichte einläutet und eine sofortige Gewinnverdichtung für unsere Aktionäre bringt. Sika hält an einem starken Investment Grade-Rating von S&P fest. Die Einführung einer modernen Governance-Struktur wird Sika eine solide Basis für die Beschleunigung ihres Wachstums bieten. Der größte Dank geht an alle Mitarbeiter, die mit ihrem Engagement und ihrer Treue den immensen Erfolg von Sika und diesen Ausgang ermöglicht haben."

Urs F. Burkard, Sprecher der Familie Burkard: "Wir freuen uns, dass Saint-Gobain, als bedeutender Kunde von Sika, jetzt der größte Aktionär von Sika ist. Die zwischen den Parteien getroffene Vereinbarung berücksichtigt die Interessen aller Aktionäre und bildet die Basis für die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte von Sika."

Pierre-André de Chalendar, Präsident und CEO von Saint-Gobain: "Dies ist ein sehr positives Ergebnis für Saint-Gobain, sowohl aus finanzieller als auch aus strategischer Sicht. Wir erzielen für unsere Aktionäre einen positiven Nettogewinn von über EUR 600 Millionen. Zudem behalten wir eine Minderheitsbeteiligung an einem großartigen Unternehmen und werden das Verhältnis zwischen den beiden Unternehmensgruppen vertiefen."

 

ÜBER SAINT-GOBAIN

Saint-Gobain entwickelt, produziert und vertreibt Materialien und Produktlösungen, die einen wichtigen Beitrag für unser Wohlbefinden und unsere Zukunft leisten. Diese Werkstoffe umgeben uns täglich in unseren Lebensräumen und im Alltag: in Gebäuden, Transportmitteln und Infrastrukturen sowie in zahlreichen industriellen Anwendungen. Unsere Systemlösungen sorgen für Komfort, Leistung und Sicherheit und berücksichtigen gleichzeitig die Anforderungen des nachhaltigen Bauens, des effizienten Umgangs mit Ressourcen und des Klimawandels.

40,8 Milliarden Umsatz in 2017
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