Umsatz erstes Quartal 2017: 9.937 Millionen Euro - Starkes internes Wachstum von +7,6%

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  •     Deutliche Mengensteigerung von +6,0% in allen Hauptsparten und allen Regionen, unterstützt auch durch einen positiven Arbeitstageeffekt von rund 3%
  •     Positiver Preiseffekt von +1,6% bei steigenden Rohstoff- und Energiekosten
  •     Leicht positiver Währungseffekt von +0,4%; Veränderungen im Konsolidierungskreis wirkten sich mit +0,8% aus
Finanzberichte
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Kommentar von Pierre-André de Chalendar, Präsident und CEO von Saint-Gobain:

„Im ersten Quartal lief das Geschäft gut. Die in 2016 beobachtete gute Entwicklung bei den Absatzmengen setzte sich zu Jahresbeginn in allen Hauptsparten und Regionen fort. Frankreich profitierte von der Erholung im Neubausektor; die anderen westeuropäischen Länder verzeichneten ein anhaltendes Wachstum; Nordamerika und die Schwellenländer hatten einen guten Start in das neue Jahr. Die Saint-Gobain-Gruppe hat ihre Handlungsprioritäten weiter umgesetzt, insbesondere die Konzentration auf die Verkaufspreise im Umfeld eines stärkeren Kostendrucks. Für das Jahr 2017 halten wir an unserem Ziel einer erneuten Steigerung des Betriebsergebnisses bei vergleichbaren Strukturen und Wechselkursen fest.“

Bei vergleichbaren Bedingungen hat sich der Umsatz dank deutlich gestiegener Mengen (+6,0%) in allen Hauptsparten und Regionen sowie unter dem Einfluss eines positiven Arbeitstageeffekts (rund +3,3%) um 7,6% erhöht. Die Anhebung der Verkaufspreise (+1,6%), die in der zweiten Jahreshälfte 2016 eingeleitet worden war, setzte sich in einem Umfeld stärker steigender Kosten fort. Alle unsere Regionen meldeten jetzt einen positiven Preiseffekt, einschließlich Frankreich und Nordamerika.

Real belief sich der Umsatz auf 9.937 Millionen Euro, bei einem leicht positiven Währungseffekt von +0,4% insbesondere infolge der Abwertung des Euro gegenüber dem brasilianischen Real und dem US-Dollar, der zum Teil durch die Abwertung des britischen Pfunds kompensiert wurde.
Die Veränderungen in der Konzernstruktur wirkten sich mit +0,8% positiv aus und spiegelten im Wesentlichen die Akquisitionen wider, die in Asien und den Schwellenländern (Emix, Solcrom), in neuen technologischen Nischen und Dienstleistungen (H-Old, Isonat, France Pare-Brise) sowie zur weiteren Stärkung unserer Positionen im Baufachhandel getätigt worden sind.tabelle-750.jpg

Umsätze der Hauptsparten (bei vergleichbaren Bedingungen)
Der Umsatz der Hauptsparte Innovative Werkstoffe erhöhte sich um +6,4%.

  • Die Aktivität Flachglas legte weiter kräftig zu (+9,4%), teils gestützt durch den positiven Arbeitstageeffekt und erneut getragen von den Schwellenländern im Bausektor und in der Fahrzeugindustrie. Brasilien war im Bausektor leicht rückläufig, legte dafür aber im Fahrzeugbereich nach dem Tiefpunkt im vergangenen Jahr deutlich zu. In Europa verbesserte sich der Bauglasbereich hauptsächlich dank der Absatzmengen, bei einem gleichzeitig positiven Preiseffekt; die Verkaufsmengen im Fahrzeugsektor behaupteten sich auf einem guten Niveau.
  • Die Hochleistungswerkstoffe (HPM) verzeichneten ein Wachstum von +3,0%, das ausschließlich mengenbedingt war. Alle Aktivitäten verbesserten sich, mit Ausnahme der „Ceramics“, die durch die hohe Vergleichsbasis der Feuerfestkeramiken im vergangenen Jahr beeinträchtig wurden.

In der Hauptsparte Bauprodukte ist der Umsatz um +8,6% gestiegen.

  • Der Innenausbau verzeichnete ein Wachstum von +6,2% mit einem Anstieg der Mengen durch den positiven Arbeitstageeffekt und einer Erhöhung der Verkaufspreise in einem Umfeld stark steigender Kosten. Das Geschäft in Westeuropa sowie in Asien und den Schwellenländern verbesserte sich sowohl bei den Mengen als auch bei den Preisen. Nordamerika legte ebenfalls zu.
  • Die Aktivität Außengestaltung erzielte eine Umsatzsteigerung von +11,8%. Die Produkte für die Außengestaltung verzeichneten ein starkes Absatzwachstum, insbesondere durch den Lageraufbau bei den Händlern vor der erwarteten Preiserhöhung sowie unter dem Einfluss der günstigen Wetterbedingungen in den USA; die Verkaufspreise stabilisierten sich im Quartal. Der Umsatz der Aktivität Rohrleitungsguss ging leicht nach oben. Grund hierfür war die Erhöhung der Verkaufspreise infolge des starken Anstiegs der Rohstoffkosten, insbesondere in China. Die Verkaufsmengen litten weiterhin unter den fehlenden Großaufträgen im Export. Die Aktivität Werkmörtel erzielte ein anhaltend gutes Wachstum in Westeuropa und wurde weiterhin vom guten Geschäft in Asien und in den Schwellenländern getragen.

Die Hauptsparte Baufachhandel verzeichnete ein Wachstum von +7,9%, darin ein positiver Arbeitstageeffekt von rund +3%. Vom Neubausektor getragen, erholte sich das Geschäft in Frankreich weiter und profitierte von einem Preiseffekt, der sich wieder leicht ins Positive kehrte. Die nordischen Länder setzten ihr dynamisches Wachstum fort und konnten sowohl in Norwegen als auch in Schweden den Umsatz kräftig steigern. In Großbritannien hielt sich das Umsatzwachstum, das von den Preisen getragen wurde, auf einem guten Niveau. Spanien und die Niederlande erzielten weiterhin ein starkes Wachstum, während Deutschland moderater zulegte. Brasilien stand weiterhin unter dem Einfluss eines schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds.

Analyse nach Regionen (bei vergleichbaren Bedingungen)
Frankreich (+4,6%) bestätigte die Verbesserung seiner Geschäfte, die von der Wachstumsdynamik im Neubausektor und einem positiven Arbeitstageeffekt profitierten, während der Markt für Renovierungen schwach blieb. Der Preiseffekt drehte wieder leicht ins Positive.
Die anderen westeuropäischen Länder (+8,3%) erzielten weiterhin ein Wachstum, das ebenfalls durch den positiven Arbeitstageeffekt gestützt wurde. Die nordischen Länder und Großbritannien profitierten von guten Marktbedingungen, während Deutschland ein moderateres Wachstum verzeichnete.
Nordamerika meldete ein vom Bausektor getragenes Wachstum von +8,2%; die Industriemärkte legten trotz der unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Märkten insgesamt leicht zu.
Asien und die Schwellenländer setzten ihre Entwicklung mit einem Wachstum von +10,5% fort; in allen Regionen wurde ein anhaltend gutes Geschäft verzeichnet, wobei Brasilien immer noch leicht rückläufig blieb.

Ausblick 2017

Nach einem robusten ersten Quartal bei einer vergleichbaren Anzahl von Werktagen (der positive Effekt von +3% wird sich im zweiten Quartal umkehren) bestätigt die Saint-Gobain-Gruppe ihren Ausblick für das Jahr 2017:

  • Frankreich dürfte weiterhin von einer allmählichen Verbesserung profitieren, die vom Neubausektor getragen wird;
  • Westeuropa dürfte ein positives internes Wachstum verzeichnen, trotz geringerer Klarheit in Großbritannien;
  • Nordamerika dürfte ohne die klimatischen Sondereinflüsse von 2016 sein Wachstum auf den Märkten des Baus fortsetzen;
  • Asien und die Schwellenländer dürften ein gutes Wachstum erzielen.

Die Saint-Gobain-Gruppe hält an ihren Handlungsprioritäten, die sie im Februar definiert hat, fest:

  • Konzentration auf die Verkaufspreise bei wieder stärker anziehenden Kosten;
  • Kostensparprogramm zur Erzielung von ca. 270 Millionen Euro zusätzlichen Einsparungen auf der Kostenbasis 2016;
  • Sachinvestitionsprogramm (in Höhe von 1.600 Millionen Euro in 2017) mit der Fokussierung auf Wachstumsinvestitionen außerhalb Europas und besonderer Konzentration auf die Produktivität und die Digitalisierung;
  • F&E-Investitionen zur Unterstützung der Strategie der Differenzierung und Förderung von Lösungen mit höherem Mehrwert;
  • Konzentration auf das Generieren einer hohen freien Selbstfinanzierung.

Im Einklang mit unserem im Februar festgelegten Ziel streben wir für 2017 eine erneute Steigerung des Betriebsergebnisses bei vergleichbaren Strukturen und Wechselkursen an.

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