Zukunftsmethode BIM erleichtert die Planung von Bauteilen- Effizient Und Effektiv

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Seit November 2014 unterstützt Saint-Gobain Glass Architekten bei der Planung mit BIM, einer digitalen Methode zur Planung von Gebäuden. Umfangreiche Datensätze zu fast allen Saint-Gobain-Glass-Glastypen sind bereits in der Datenbank hinterlegt. Die unmittelbare und kontinuierliche Verfügbarkeit aller aktuellen und relevanten Daten für alle Beteiligten und ein verbesserter Informationsaustausch erleichtern somit die Arbeit der Planer enorm.

Saint-Gobain Flachglas
Nutzeransicht in BIM

Planer und Architekten stehen häufig vor der schwierigen Aufgabe, Bauprojekte unter hohen Qualitätsanforderungen zügig und kostengünstig zu realisieren. Machbar ist dies, wenn alle Beteiligten – etwa Architekten, Statiker, Gebäudetechniker und andere Fachplaner – zeitgemäße, durchgängige Planungsmethoden nutzen. So können die heute üblichen großen Datenmengen und verschiedene Informationsstände gebündelt werden – vor allem bei komplexen Planungen. Und dafür braucht es BIM (Building Information Modeling). Saint-Gobain Glass unterstützt Architekten bei der Planung mit BIM, indem das Unternehmen Objekte wie etwa „Fenster“ auf der Datenbank BIMobjects hinterlegt. Diese Objekte sind sowohl mit technischen Werten als auch mit technischen Regeln usw. verknüpft. 

Deutlich vereinfachter Planungsprozess
„Studien und Praxisbeispiele zeigen, dass sich durch den Einsatz von 3D-Modellen in der Planungsphase ein erhebliches Potenzial zur Qualitäts- und Effizienzsteigerung im Bau- und Nutzungsprozess erschließen lässt“, erläutert Andreas Bittis, BIM-Manager bei Saint-Gobain Glass und nennt ein Beispiel: Der Planer wählt unter den Objekten Fenster oder Fassade den Aspekt „Glas“ aus – im Wissen, dass er aufgrund größerer Glasflächen im Gebäude eine Sonnenschutzverglasung benötigen wird. Sobald er die Abmessungen eingegeben hat, werden ihm verschiedene Verglasungsmöglichkeiten dargestellt, bei denen bereits alle strahlungsphysikalischen Daten und weitere Angaben, etwa zu absturzsichernden Verglasungen, hinterlegt sind. Im Anschluss definiert der Statiker auf Basis der entstehenden Lasten – Windlasten, Personenlasten etc. – den statisch notwendigen Aufbau, auf dessen Basis der Planer wiederum den gewählten Glastyp mit dem erforderlichen Glasaufbau definiert. „Der Planungsprozess wird somit deutlich vereinfacht und beschleunigt, da alle verfügbaren Daten im System integriert sind und der Planer nicht darauf angewiesen ist, Unterlagen beispielsweise auf Aktualität zu prüfen bzw. danach zu recherchieren“, so Andreas Bittis. 

BIM als lebendiges Tool
Darüber hinaus ist jede Veränderung, die während des Bauprozesses vorgenommen wird, unmittelbar mit den hinter den Prozessen liegenden Berechnungen verknüpft. Die einzelnen Gebäudeelemente – beispielsweise ein Fenster in einer Wand – können in Mehrfachansichten dargestellt werden und sind in gewisser Hinsicht sogar „intelligent“, da diese Gebäudeelemente die 3D-Darstellung mit den ihnen zugewiesenen Regeln und Abmessungen kombinieren, diese in Beziehung zu anderen Gebäudeelementen setzen und sich so auf Basis der eingebetteten Regeln neu definieren. „Der Einstieg in BIM ist weit mehr als eine grafische Unterstützung, das System ist eher ein Content Management System, ein lebendiges Tool, das ständig weiterentwickelt wird. Saint-Gobain Glass unterstützt mit BIM somit eine interdisziplinäre und vernetzte Arbeitsweise, die den Planungs- und Bauprozess mit Hilfe digitaler, dreidimensionaler Datenmodelle effizient und transparent macht“, so die Einschätzung des BIM-Managers. 

Feedback gewünscht
In Zukunft strebt Saint-Gobain Glass an, zusätzlich zu den vorhandenen Planungsdaten Zertifikate zu hinterlegen, um so eine schnellere Validierung für bestimmte Nachhaltigkeitslabel erreichen zu können. Ebenfalls angedacht ist, bereits im Planungsprozess eine Optimierung der Fensterdimensionen einfließen zu lassen, um kostensparend und ressourcenorientiert zu planen. Einhergehend damit soll auch eine intelligente Recyclingplanung Teil des Prozesses werden, um einen möglichst hohen Teil der Bauprodukte der Wiederverwertung zuführen zu können. Um BIM weiter zu verbessern und an die Bedürfnisse der Kunden anzupassen, wünscht sich Andreas Bittis Feedback aus dem Markt, etwa Antworten auf Fragen wie „Wie erleichtert oder unterstützt BIM schon heute Ihren Planungsprozess?“ und „Was sollte verbessert werden, damit Ihr Planungsprozess noch einfacher gestaltet werden kann?“ „Wir alle betreten mit BIM Neuland, aber uns steht ein Tool zur Verfügung, das unendlich viele Möglichkeiten bietet – und diese wollen wir bestmöglich nutzen!“, so Bittis‘ Fazit.

Über BIM
BIM ist die Abkürzung für Englisch „Building Information Modeling“ und bedeutet wörtlich übersetzt „Gebäude Information(s) Modellierung“. Darunter wird die ganzheitliche digitale Methode verstanden, um ein Gebäude oder einen Teil davon zu planen, zu errichten, zu betreiben und auch rückzubauen. Oder kurz gesagt, BIM ist die digitale Darstellung der physischen und funktionalen Gebäudestruktur in 3D. Dieses virtuelle Gebäudedatenmodell kann die verschiedenen fachlichen Anforderungen interdisziplinär abbilden. 

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