Compliance & Verantwortungsbewusster Einkauf
The Global Compact
Saint-Gobain nimmt seit Juli 2003 am Global Compact teil und verpflichtet sich damit zur Einhaltung von zehn Grundprinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsrecht, Umweltrecht und Korruptionsbekämpfung. Auf der Grundlage dieses internationalen Netzwerkes soll gemeinsam zur Entwicklung einer menschenwürdigen und nachhaltigen Wirtschaft beigetragen werden. Mit der Teilnahme ist Saint-Gobain damit beauftragt, die zehn Prinzipien in seine Strategie und Operationen zu integrieren.

Verhaltenskodex und Werte von Saint-Gobain

Saint-Gobain hat einen globalen Ethikkodex entwickelt; unsere Verhaltens- und Handlungsprinzipien, in denen die Grundwerte der Gruppe festgelegt sind und die unsere Vision eines sozial verantwortlichen Unternehmens definieren. Diese gelten für alle Mitarbeiter und werden mit unseren Partnern geteilt: Subunternehmern, Lieferanten, Kunden und anderen Interessengruppen.
Wir sind Unterzeichner des Global Compact der Vereinten Nationen. Unsere Verhaltens- und Handlungsprinzipien beziehen sich ausdrücklich auf die einschlägigen Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation, die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen, das OECD-Übereinkommen zur Bekämpfung von Bestechung und die Internationale Menschenrechtskonvention. Wir haben uns verpflichtet, die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte zu respektieren, die Menschenrechte im Einklang mit internationalen Standards zu achten und die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um bestehende oder potenzielle negative Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit oder Wertschöpfungskette zu erkennen und zu bewältigen. Die Grundsatzerklärung zur Menschenrechtspolitik legt die Werte der Saint-Gobain Gruppe fest und definiert unsere Vision eines sozial verantwortlichen Unternehmens.
Auf den Einkauf übertragen sind aus diesen Verhaltens- und Handlungsprinzipien konkrete Initiativen entstanden: „Compliance“ (Verantwortungsbewusste Entwicklung, Einhaltung der Wettbewerbsregeln, Korruptionsprävention, Einhaltung von Wirtschaftssanktionen und Embargos) sowie das „Responsible Purchasing Programm“.
Die verantwortungsvolle Beschaffungspolitik "Responsible Purchasing Programm" bei Saint-Gobain
Im Rahmen der vor mehr als zehn Jahren vom Saint-Gobain Konzern ins Leben gerufenen Initiative „Verantwortungsbewusster Einkauf" bzw. das „Responsible Purchasing Programm“ ist die Beachtung von CSR Anforderungen einer nachhaltigen Entwicklung ein fester Bestandteil der Einkaufstätigkeiten.
Es zielt darauf ab, die ethischen und sozialen Standards in der Lieferkette zu verbessern und Lieferanten zu finden, die dieselben Verhaltens- und Handlungsprinzipien teilen wie wir. Damit soll eine verantwortungsvolle Beschaffung ermöglicht werden, die über den gesamten Lebenszyklus hinweg möglichst positive ökologische, soziale und wirtschaftliche Auswirkungen hat und die danach strebt, negative Auswirkungen zu minimieren (wie in der internationalen Norm ISO 20400 formuliert). Details dazu sind in der Saint-Gobain Einkäufercharta zu finden.
Das Programm basiert auf den Prinzipien der Verantwortung, Transparenz und Integrität und umfasst eine Reihe von Maßnahmen wie Fachwissen und Schulung der Einkäufer, Engagement der Lieferanten, Überprüfungen und Audits, um sicherzustellen, dass die Lieferanten den Anforderungen des Programms entsprechen. Ziel ist es, eine verantwortungsvolle und nachhaltige Beschaffungskette zu schaffen, die den Bedürfnissen der Kunden, der Lieferanten und der Umwelt gerecht wird.
Die Anforderungen, die das seit 2023 gültige deutsche Lieferkettensorgfaltpflichtengesetz stellt, decken sich mit dem französischen Lieferkettengesetzes und sind daher bereits seit vielen Jahren Bestandteil unserer Einkaufspolitik.

Beitrag der Lieferanten

Im Einklang mit dem Motto „Make the world a better home“ sieht sich Saint-Gobain der sozialen Verantwortung CSR (Corporate Social Responsibility) besonders verpflichtet. Unsere Lieferanten sind ein wichtiger Baustein zur Erfüllung dieser Aufgabe. Daher sind die Prozesse der Lieferantenauswahl und Lieferantenentwicklung in unsere Einkaufsstrategie eingebunden. Wir laden unsere Lieferanten ein, innerhalb Ihres Einflussbereiches an diesem Prozess teilzuhaben. Hierzu dient im ersten Schritt unsere Lieferantencharta. Diese Charta ist Basis jeglicher Zusammenarbeit mit Saint-Gobain und wird Bestandteil eines jeden Vertrages.
Insbesondere für strategisch wichtige Produkte und Leistungen werden Einkaufsentscheidungen sowie Lieferantenauswahl durch ein Risikomanagement abgesichert. Hier sind die Lieferanten aufgefordert, eine unabhängige CSR Bewertung durchführen zu lassen, in der ihre Aktivitäten auf Einhaltung von Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen, sowie sozialer, umweltrelevanter und ethischer Normen überprüft werden. Hauptsächlich arbeitet Saint-Gobain diesbezüglich mit EcoVadis zusammen; jedoch können auch Zertifikate vergleichbarer Organisationen akzeptiert werden. Das Ergebnis der CSR Bewertung ermöglicht den Einkäufer*innen, diese Aspekte zusätzlich zum Lieferantenportfolio bei Vergabeentscheidungen in Betracht zu ziehen und bei bestehenden Risiken gemeinsam mit dem Lieferanten einen Aktionsplan zu entwickeln.
Nachhaltigkeit und CO2 Roadmap
Durch die Integration von Nachhaltigkeit in alle Bereiche seines Geschäftsbetriebs und die Zusammenarbeit mit Lieferanten kann Saint-Gobain dazu beitragen, den Klimawandel zu bekämpfen und eine nachhaltigere Zukunft zu schaffen. Saint-Gobain hat eine CO2 Roadmap erstellt, die darauf abzielt, die CO2-Emissionen des Unternehmens bis zum Jahr 2030 um 33% zu senken und den CO2-Fußabdruck um 20% zu reduzieren., sowie bis 2050 die CO2 Neutralität zu erreichen. Um diese Ziele zu erreichen, setzt Saint-Gobain auf eine Kombination aus Energieeffizienzmaßnahmen, Investitionen in erneuerbare Energien und die Einführung von umweltfreundlicheren Produkten. Das Responsible Purchasing Programm von Saint-Gobain spielt eine wichtige Rolle bei der Erreichung dieser Ziele in Zusammenarbeit mit Lieferanten, um sicherzustellen, dass diese ebenfalls nachhaltige Praktiken anwenden und umweltfreundliche Produkte liefern, die dazu beitragen können, die CO2-Emissionen zu reduzieren.
